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Antonio Sän Gallo.
Talente bewiesen, vie er wirklich besitzen mußte, um nur einenso complizirten Plan zu erfinden.
Ucbrigens trug er sehr viel dazu bei, das Werk Bramante's wieder zu befestigen und dauerhaft zu machen und den nach-herigen Construktionen eine solide Unterlage zu bereiten. Ob-gleich er bei seiner Arbeit blos sein eigenes Projekt im Augehatte, war er dem Projekte Michel Angely's dennoch sehr nütz-lich. Die Menge von Materialien, die er zur Legung derFundamente in die Erde vergraben ließ, war außerordent-lich. Vasari versichert, daß wenn man sie außerhalb aus-gebreitet gesehen, man kaum habe begreifen können, wozu ersie alle gebrauchen wolle. Wirklich machten diese verborgenenArbeiten das Glück Lorenzetto's, welcher dieselben nach derCanne (einem bestimmten Längenmaaße) in Akkord übernom-men. Dieß that Sän Gallo und dieß waren die Dienste, dieer bei der Construktion der St. Peterskirche geleistet. SeinTod, welcher 1546 erfolgte, veranlaßte endlich, daß man seinProjekt ganz aufgab. Michel Angelo sollte die Ehre haben,über alle Unschlüssigkeiten den Sieg davon zu tragen und derHaupturheber des größten Tempels der Welt zu seyn.
Aber Sän Gallo war seinerseits der Haupturheber einesder größten Paläste Roms und vielleicht der schönsten neuernArchitektur. Wir meinen hier den Palast Farnese, dessen Fun-damente er, wie wir bereits wissen, so gelegt, als wenn erseine künftige Vergrößerung vorausgesehen hätte. Der Plandesselben, den Paul III. als Kardinal genehmigt, konnte ihmnun als Papst nicht mehr zusagen. Es war nur erst dieFa^ade gegen den Platz bis zum ersten Stockwerke und eineeinzige Seite des Hofs aufgeführt. Aber Sän Gallo durfte,ohne an dem schon Stehenden das Mindeste zu ändern, nurseinen Plan, so wie die Masse des Gebäudes, nach allenSeiten hin erweitern. Im Innern erhielten die Zimmer, dieGallerien und alle Abtheilungen eine größere Ausdehnung und