Band 
Erster Band.
JPEG-Download
 

Iiilins Romanus.

ZOO

sowohl durch die Kunst der Malerei, als durch die Art vonUniversalität der Talente und Kenntnisse, die er besaß, unstrei-tig der Erste seiner Schule. Er hatte auch die Freundschafteiniger berühmten Personen und Gelehrten geerbt, die mehrdie Freunde als die Protektoren Raphaels waren. Zu diesengehörte auch Balthasar Castiglione, damals bei dem Papste Cle-mens VII. mit den Angelegenheiten des Marquis von Mantua ,Friedrich Gonzaga, eines aufgeklärten Liebhabers der Künste be-auftragt, welcher damit umging, die großen Verschönerungsplanezu realistren, durch deren Ausführung er seinen Namen wie seineStadt zu verherrlichen suchte. Castiglione wußte seinem lobens-würdigen Ehrgeiz nicht besser zu dienen, als indem er ihm einenMann verschaffte, dessen Genie seinen Projekten gewachsen war.Als er nach Mantua zurückgerufen wurde, um von da als apo-stolischer Nuntius nach Spanien zu gehen, bewog er Julius Ro-manus, ihm zu folgen. Er stellte ihn dem Marquis Gonzagavor, welcher alle erdenkliche Mittel aufbot, die einem berühm-ten Künstler zu schmeicheln vermögen, um ihn an sich zu ziehen.Es gelang ihm auch, ihn für seine Dienste zu gewinnen.

Nachdem er ihm mit dem Titel eines Wafferpräfekten undQberintcndantcn der Gebäude sein ganzes Vertrauen geschenkt,beauftragte er ihn mit der Ausführung aller Werke, durch dieer seine Stadt zu verschönern gedachte.

Von nun an begann Julius Romanus, unterstützt vonzwei seiner Schüler, unter denen sich Benedetto Pagni befand, aus Mantua gleichsam eine neue Stadt zu machen.Durch Dämme und geschickte Anordnungen sicherte er sie gegendie häufigen Ueberschwemmungen des Po und des Mincio.Er machte die tiefer liegenden Quartiere gesünder, indem er dieMoräste der Umgegend austrocknete und den stehenden Gewäs-sern einen Abfluß verschaffte. Er stellte mehrere alte Gebäudewieder her und verzierte sie, führte Neue auf und verdiente,der zweite Gründer von Mantua genannt zu werden.