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Julius Romanus.
miruolo, fünf Meilen von Mantua , aufgeführt, fehlen unsnähere Nachrichten; aber Vasari versichert, daß dieß Gebäudeebenfalls mit großen Gemälden von der Hand Julius Roma-nus bereichert worden, welche weder denen im herzoglichenSchlosse zu Mantua, noch jenen im Palaste 1L nachstehen.
Auch sieht man in Mantua das Haus, welches er fürsich selbst erbaut. Seine Fayade, ehemals ganz mit farbigenStuckaturarbeiten geziert, ist außen durch eine kleine alterthüm-liche Statüe des Merkurs merkwürdig. Sein Inneres wareine Art von Museum, voll von Reichthümern des Altherthumsund solchen, welche die Einbildungskraft des Eigenthümersdarin aufgehäuft.
Mehrere Kirchen dieser Stadt verdankten Julius RomanuSTheils ihre Wiederherstellung Theils ihre Verschönerung. Hier-unter gehört die Kirche des heiligen Benedikts, welche durchihn eine ganz neue Gestalt erhielt, und von ihm als Malerverschönert wurde, nachdem er sie als Architekt wiederhergestellt.
Aber das Vorzüglichste seiner Werke dieser Art, war dieKathedralkirche zu Mantua , welche der Kardinal von Gonzagaihm nach dem Tode des Herzogs zur gänzlichen Wiederher-stellung anvertraute. Dieses Denkmal, in welchem JuliusRomanus den alterthümlichen Geschmack erneuerte, verdientwegen des schönen Verhältnisses der Säulen ihrer Schiffe undwegen des edlen und reinen Styls aller Details zu den schön-sten Tempeln Italiens gezählt zu werden. Was seinem, sowie dem Ruhme der hauptsächlichsten Gebäude Mantua's fehlt,ist, von den Künstlern und Reisenden, welche Italien besu-chen, mehr gekannt zu seyn. Unglücklicherweise liegt Mantua denselben ziemlich außer ihrem gewöhnlichen Wege. Auch fehltuns eine treue Beschreibung aller Schönheiten und Merkwür«digkeiten, die es enthält. Fast alle Zeichner wiederholen jähr-lich, was viele Andere schon vor ihnen wiederholt, ohne zuahnen, daß Mantua ihnen den reichsten Stoff zu einem, für