Band 
Erster Band.
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Julius Nomauus.

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zu der größten aller Unternehmungen nach Rom berufen.Weder seine schönen Verhältnisse in Mantua , noch die seinerFamilie, noch die Ehrenbezeigungen, mit welchen man ihnüberhäufte, vermochten ihn abzuhalteu, dem an ihn ergänze-nen Rufe zu entsprechen; und er entschloß sich, abzureisen.Aber die Vorsehung hatte es anders beschlossen: eine sehrkurze Krankheit machte seinem Leben ein Ende, als er kaumvier und fünfzig Jahre zählte.

So starb Julius Romanus, man kann sagen, in derMitte seiner Laufbahn, und man könnte dieß noch eigent-licher sagen, wenn man auf Treu und Glauben einer kurzenNotiz über sein Leben in einer, 1783 zu Mantua gedrucktenBeschreibung des Palastes l'L annehmen dürfte, daß er beiseinem Tode erst sieben und vierzig Jahre alt gewesen. DieAutorität dieser Meinung gründet sich, wie es heißt, aufdas, in den Archiven stelln Sanita zu Mantua befindlicheTodtenregister vom Iten November 1546, wo gesagt wurde„daß Herr Julius Romanus, Vorgesetzter der her-zoglichen Gebäude nach einem fünfzehntägigen Fie-ber sieben und vierzig Jahre alt gestorben."

Man muß hier zunächst bemerken, daß diese Note, einbloßer Auszug aus dem Sterberegister, für das Alter derVerstorbenen ein weit unzuverlässigerer Beweis ist, als esein Auszug aus dem Taufbuche seyn würde, worin der Tagund das Jahr der Geburt angegeben: ein Datum, welchesaber die Todenregister, wegen der Menge von Personen,die außer Landes sterben, nicht immer anführen können.Wer könnte demnach den Grad der Treue obiger Note be-stimmen; wer dafür bürgen, daß nicht durch einen Gedächt-niß- oder Schreibfehler eine Zahl verwechselt worden?

Vasari sagt uns im Leben des Julius Romanus aus-drücklich, daß er vier und fünfzig Jahre alt gestorben, undstimmt mit dem Register stell» Lanlt» über das Datum

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