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Michel Angelo Bonaroti.
Merkmal dieses Angriffs, das ihn für sein ganzes Leben ent-stellte, so wie Letzterer noch weit trauriger für ihn hätte wer-den können. Die Protektion, welche Lorenz von Medicis demMichel Angelo öffentlich gewährte, war nickt eine der geringstenVeranlassungen dieser Eifersucht. Aber sie wurde bald gerächtund Torregiani aus Florenz verwiesen.
Da Lorenz, mit dem Beinamen der Prächtige, beschlossen,eine Bitdhauerschule zu errichten, warf er sogleich seine Augenauf Michel Angelo . Diese Wahl trug ohne Zweifel nichtwenig dazu bei, den jungen Künstler in der Neigung, die erbereits zur Bildhauerei gefaßt, für die er immer eine gewisseVorliebe gehegt, noch mehr zu bestärken. Er pflegte oft zusagen, daß er die Liebe zu derselben mit der Milch seinerAmme cingcsogen, welche die Frau eines Bildhauers war.Mehr als einmal bedauerte er im Laufe seines Lebens, durchandere Beschäftigungen von den Arbeiten seiner Lieblingskunstabgezogen worden zu seyn, so daß er zehn Jahre hinter einan-der zugebracht, ohne den Meissel zu führen. Seine erstenVersuche in dieser Kunst standen nicht hinter seinen erstenStudien in der Zeichnungskunst und in der Malerei zurück.
Lorenz sah aus einigen Spielen seines Meißels sehr baldein, was man von einem Talente zu erwarten, welches demLauf der Jahre so weit voraneile. Er wollte ihn in seinemPalastc haben, wo er ihm ein besonderes Logis anwies undihn wie seinen Sohn behandelte. Der Palast Medicis warder Vereinigungspunkt der Künstler und der Gelehrten. DieWohnung Michel Angelo's in demselben, der Unterricht, denihm Angelo Pvlitiano, der erste Literator jener Zeit, ertheilte,welcher ebenfalls in diesem Palaste wohnte, die häufigen Auf-munterungen, die ihm durch die Freigebigkeit seines Protektorszu Theil wurden, der Anblick einiger Bruchstücke von Alter-thümern, welche Medicis gesammelt: Alles dieß muß man zuden Hauptumständcn zählen, welche auf den Geschmack und