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Michel Angelo Bonaroti.
Florenz und beendigte dort die Kuppel der erwähnten Sakristei,welche die Grabkapelle von Loren; und Julian von Medicisgeworden. Um die nämliche Zeid ließ er zu Rom in derKirche clella Mnerva die Bildsäule Christi am Kreuze auf-richten; ein Werk, welches man unter allen denen, die seinMeissel hervorgebracht, für eines der vollendetesten halten kann.
Hier beginnt sowohl in der Geschichte Italiens als in derGeschichte Michel Angelv's eine Periode der Unruhen undUnfälle: die Plünderung Roms und die Verbannung der Me-dicis aus Florenz. Michel Angelo wird noch einmal seinenArbeiten entrissen. Man wendete sich an ihn, um die Ring-mauern der Stadt zu befestigen. Da er Militäringenieur ge-worden, vertheidigt er die Stadt und hält eine Belagerungaus, die ein Jahr lang dauert. Merkwürdig sollen die Mittelund Verkehrungcn gewesen seyn, die er getroffen, um denGlockenthurm von Sän Miniato vor den Wirkungen der feind-lichen Artillerie zu bewahren. Obgleich so mannigfaltig inAnspruch genommen, fand er immer noch einige Augenblicke,die er der Malerei und der Bildhauerei widmete.
Er malte damals jene Leda, welche von den Schriftstel-lern der damaligen Zeit so sehr gerühmt wird, wovon unsaber nur noch die Erinnerung übrig. Er theilte sich zwischendieser Arbeit und jener der Mausoleen der Kapelle der Medicis .
Florenz wurde eingenommen und die Medicis kehrten sieg-reich dahin zurück. Clemens VII. ließ vor allen Michel An-gelo aufsuchen, welcher seiner Sicherheit wegen geglaubt hatte,sich nach Venedig zurückziehen zu müssen. Er kam indessenbald nach Florenz zurück, hielt sich jedoch in dem Hause einesseiner Freunde, nach Anderen aber auf dem Glockenthurme vonSt. Nikolaus verborgen. Nachdem der Papst ihm Vergessen-heit des Vergangenen versprochen, kam er wieder zum Vor-schein und erhielt den Auftrag die Grabmäler der Medicis zu vollenden. Die Anordnung und Verzierung der Kapelle