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Michel Angelo Bonaroti.
von ihm erhalten, sich nach Florenz zu begeben, um die Bild-säule des heiligen Johannes des Täufers zu verfertigen, son-war genöthigt, sich wieder mit der Arbeit des Mausoleumszu beschäftigen.
Die Ausführung derselben wurde durch den Tod Julius II. abermals unterbrochen. Leo X. , sein Nachfolger, welcher sei-ner Vaterstadt einen Beweis seiner Freigebigkeit geben wollte,hatte die berühmtesten Künstler berufen, ihm Aufrisse für dieVorderseite der St. Laurentiuskirche in Florenz vorzulegen.Da der Aufriß Michel Angelo's den Vorzug erhielt, so bekamer den Auftrag, ein hölzernes Modell nach demselben zu ver-anstalten, welches man noch in der Bibliothek Medicis auf-bewahrt, und sich dann nach Carrara zu begeben, um denbenölhigten Marmor brechen zu lassen. Indessen erfuhr Leo X. ,daß man zu Seravezza in Toskana Marmor fände, welchervon der nämlichen Dualität, wie der von Carrara sei. Erwollte demnach diesem den Vorzug geben und Michel Angeloverlor mehrere Jahre mit der Ausförderung desselben. Gleich-wohl wurden blos die Fundamente des Portals der St. Lau-rentiuskirche gelegt; alles Uebrige blieb unausgeführt. Eineder Hauptursachen davon war der Tod Leo's X.
Einige geringe Werke der Architektur und die Arbeiten desMausoleums Julius II. beschäftigten Michel Angelo währendder ganzen Zeit des kurzen Pontifikats Adrians VI. , die erin Toskana zubrachte. Clemens VII. , ein anderer Medicis,welcher auf Adrian VI. folgte, hatte Michel Angelo schon beider Bibliothek von St. Lorenz und bei der neuen Sakristeidieses Namens beschäftigt, welche die Grabmäler seiner Por-ältern enthalten sollte. Aber er wünschte auch seine Talentein Rom zu benutzen. Michel Angelo kam dahin zurück, umdie Rcchnuuzen des Mausoleums Julius II. mit dem Her-zog von Urbino dem Neffen dieses Papstes in's Reine zubringen. Bald aber begab er sich wieder auf den Weg nach