Band 
Erster Band.
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Michel Angelo Bonaroti.

waren für eine größere Anzahl von Bildsäulen und für vierGrabmäler berechnet. Allmählig aber wurden Letztere auf zweibeschränkt, welche damals vollendet wurden, so wie man siegegenwärtig sieht. Sie sind zu bekannt, als daß wir hiermehr darüber sagen sollten, wo es nur darum zu thun ist,Michel Angelo als Bildhauer zu schildern.

Indessen drangen die Agenten des Herzogs von Urbino inihn, zu Rom das Grabmal Julius II. zu vollenden. Auf derandern Seite hatte Clemens VII. beschlossen, ihn die Wände,welche die kleinen Seiten der Sirtinischcn Kapelle bilden, alIresco malen zu lassen. Um ihm Gelegenheit zu geben, seineganze Zeichnungokunst in zwei Gegenständen zu entwickeln, wosie sehr wohl angebracht, um nicht zu sagen, unumgänglichnothwendig wäre, war die Rede davon, ihn auf der einenSeite den Sturz der aufrührerischen Engel und auf der anderndas letzte Gericht malen zu lassen. Michel Angelo aber lages sehr am Herzen, sich ausschließlich den Arbeiten des Mau-soleums widmen zu können, um so mehr, als sich zwischenihm und den Erben Julius II . Streitigkeiten über die empfange-nen Summen erhoben. Er war nun eben mit diesem so oftangefangenen und immer wieder verlassenen Werke beschäftigt,als Paul III. den päpstlichen Thron bestieg. Dieser Papstäußerte Michel Angelo mehr und mehr den Wunsch, sein Geniemit dek Vollendung der Verzierung der Sirtinischcn Kapellezu beschäftigender Künstler aber entschuldigte sich immer mitder Verbindlichkeit gegen den Herzog von Urbino . Endlichbegab sich einst der Papst in seine Werkstätte und versicherteihn, daß er den Herzog bewegen wolle, sich mit sechs Statüen,drei von der Hand Michel Angelo's , worunter der berühmteMoses seyn sollte, und die drei übrigen von anderen geschick-ten Bildhauern, zu begnügen. Es wurde zu dem Ende einneuer Contrakt mit Michel Angelo abgeschlossen. Der Herzogratiffzirte ihn, und in weniger als einem Jahre war das Mau-

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