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Michel Angelo Bonaroti.
welcher nun eines Bessern belehrt, Nanni verabschiedete und- Vignola und Pirro Ligorio die Leitung der Ausführungdes Modells übertrug, indem er ihnen zugleich einschärfte,Nichts daran zu ändern. Pius V. gebrauchte sogar sein An-sehen, den Verläumdern Michel Angelo's Stillschweigen zugebieten.
Seit einiger Zeit sah man das Ende dieses großen Man-nes herannahen. Von der Last der Jahre gebeugt, lebte ernur noch in der Hoffnung und den Betrachtungen des künf-tigen Lebens. Ein langsames Fieber verkündigte ihm dasHerannahen seines letzten Augenblicks. Er ließ seinen NeffenLeonardo Bonaroti kommen und diktirte ihm sein Testamentmit folgenden wenigen Worten: „Ich überlasse meineSeele Gott , meinen Körper der Erde, mein Ver-mögen meinen nächsten Anverwandten." Er starbden 17. Februar 1564 in einem Alter von neunzig Jahren.Man trug ihn in die Kirche der heiligen Apostel, wo derPapst einstweilen sein Grabmal zu errichten befahl, bis manihm in der neuen St. Peterskirche ein neues errichten könne.Florenz, welches während des Lebens Michel Angelo's, Rom immer um seinen Besitz beneidet, nahm seine sterbliche Hülleals eine Art von Erbgut in Anspruch, worauf es ein Rechthabe. Der Großherzog ließ den Leichnam heimlich ausgrabenund nach Florenz bringen, wo derselbe mit Ehrenbezeigungenempfangen und beerdigt wurde, welche die Schmeichelei manch-' mal der Macht erweist, hier aber die Bewunderung dem Geniewidmete. In der St. Laurentiuskirche, dem Begräbnißorteder Großherzoge, wurde ein prächtiges Trauergerüst errichtet.Die Wahl des Qrts war eine Ehrenbezeigung mehr, die mandem Andenken Michel Angelo's erwies. Welcher Tempel übri-gens hätte sich wohl besser zu seinem Leichengepränge geeignet,als dieser, wo die Werke seines Genie's, die er enthält, seinLob noch beredter hätten verkündigen können, als es Vene-