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Michel Angelo Bonaroti.
was allein ein Ganzes ausmacht, an die Einheit. Eine großeIdee war auf dem Punkte, sich unter allen den Reichthümernzu verlieren, die sie verdunkelt haben würden. Zum Glückefür das Gebäude und für die Kunst starb Sän Gallo undzum Glücke auch hatte Paul III. den gesunden Einfall, sichan Michel Angelo zu wenden.
Eine Auszeichnung, um welche sich jeder Anderer eifrigstbeworben haben würde, fand von seiner Seite Weigerung undWiderstand. Er bot Alles auf, der Gunst auszuweichen, derenLast er vorher sah. „Gott ist mein Zeuge", schrieb eran Vasari , „daß ich gegen meinen Willen und nur. gezwungen den Bau der St. Peterskirche übernom-men." In einem Briefe an Ammanati sagte er, indem ervon seinem Modelle spricht: „Wenn es den Vorzug er-hält, kann ich nur viel dabei verlieren. Sie werdenmir einen Gefallen erweisen, dieß dem Papste zuerkennen zu geben, denn ich fühle mich nicht wohl."Michel Angelo war damals zwei und siebenzig Jahre alt.
Dieses Modell, von dem er spricht, und nach welchem dieSt. Peterskirche aufgebaut wurde, war die schärfste und ge-reäiteste Kritik des Modells Sän Gallo's.* Er brauchte zudemselben uur vierzehn Tage Zeit und verursachte dafür nurfünf und zwanzig Thaler Kosten. Sein Plan, sagte er, ersparefünfzig Jahre Arbeit und dreimal hunderttausend Thaler anKostenaufwand: eine Berechnung, welche gewiß sehr mäßigwar. Was aber Leute von Geschmack damals sogleich bemerk-ten und was sie noch jetzt bemerken können, ist, daß dieseSparsamkeit in kostspieligen und überflüssigen Details, derGröße des Gebäudes zum Vortheil gereichte, und daß jedeUnterdrückung der Kosten nur eine Vermehrung seiner Schön-heit war. Indem Michel Angelo den Plan des griechischenKreuzes adoptirte, befreite er das Innere von allen Kleinig-keiten, womit Sän Gallo dasselbe überfüllt. Er wendete