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Michel Angelo Bonaroti.
Werkes verfertigen, welches ein doppeltes (zwei in einandergefügte) Gewölbe darstellt.
Bis auf 26 Fuß oberhalb der äußern Attika bildet dieKuppel nur ein einziges Gewölbe von 130 Fuß im Durch'meffer bei seinem Anlaufe; die Dickung der Construktion beidiesem Anlaufe beträgt neun Fuß, die Dicke der Rippen nichtmit inbegriffen. Da der Bogen der beiden Gewölbe nichtdurch konzentrische Curven gebildet wird, so erweitert sich derZwischenraum zwischen denselben mehr und mehr, je weitersie emporsteigen. An der Stelle, wo sie mit der Laterne zu-sammentreffen, beträgt der Raum, der sie trennt, zehn Fuß.Dieß einzige Werk könnte beurkunden, daß Michel Angelo eineben so gründlicher Baumeister als geschickter Zeichner war.
Nach seinem Tode wurde dieses unermeßliche Gewölbe, mitder Laterne, welche dasselbe krönt, von Giacomo della Porta und Domcnico Montana gewissenhaft nach dem von ihm ent-worfenen Modelle ausgeführt. Die Achtung für seine Absichtenging lange Zeit bis zur ängstlichen Vesorgniß, und Pius IV ,entsetzte Pirro Ligorio seiner Stelle, weil er versucht, sich vondenselben zu entfernen.
Die St. Peterskirche verdankt demnach ihre Existenz demMichel Angelo, indem das, was das Wesentliche derselbenausmacht, sein Werk ist. Als das Wesentliche aber muß mandoch wohl die Kuppel und ihre Endverzierung, den Halbkreisdes Chors, das Kreuz, die äußere und innere Ordnung korin-thischer Pilaster und die Details aller Profile betrachten. Zwarwurde seitdem der Plan des griechischen Kreuzes durch dieHinzufügung von drei neuen Bogen im Schiffe in ein latei-nisches verlängert. Allein man hatte hierbei nichts weiter zuthun, als die korinthische Ordnung Michel Angelo's fortzusetzen.
Was den innern Plan betrifft, so ist es und wird nochlange unentschieden bleiben, ob die St. Peterskirche durch dieVerlängerung ihres Hauptschiffs durch Carlo Maderno gewon-