Salisovüio.
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welche so lange unter allen Künsten geherrscht, ihren Ur-sprung in der Ausübung der Zeichnungskunst, der ersten undwahrhaft unumgänglichen Schule aller Operationen genom-men, deren Zweck die Nachahmung ist. Die große Uebungin der Zeichnungskunst, welche so viel zu den FortschrittenSansovino's in der Bildhauerei beigetragen, mußte ihm noth-wendig auch Neigung zur Architektur einflößen und ihn indie Geheimnisse derselben einweihen.
Diese Neigung wurde durch die Verbindung noch beson-ders vermehrt, welche der Zufall zwischen ihm und Giulianoda Sän Gallo, dem Architekten Julius II. stiftete, der sichdamals zu Florenz befand, und ihn mit sich nach Rom nahm, wo Bramante , dessen Freund er wurde, ihm häufigGelegenheit verschaffte, die altcrthümlichen Werke kennen zulernen und zu studiren und sich Arbeiten aller Art zu wid-men. Das Uebermaaß derselben so wie des Vergnügensverursachten ihm eine Krankheit, die ihn nöthigte, nach Florenz zurückzukehren, wo ihn die vaterländische Lust bald wiederherstellte.
Der Einzug Papfts Leo X. in diese Stadt im Jahre1515 wurde für die Künstler der Gegenstand einer MengeVerzierungsarbeiten, zu welchen alle Künste sich beeifertcn,das Ihrige beizutragen. Sansovino verdankte diesem Ereig-nisse seine Einweihung in die Erfindungen der Architektur. Ererhielt den Auftrag, Zeichnungen für Triumpfbogen zu ent-werfen ; zeichnete sich aber besonders durch eine wichtigere Ver-zierungen aus, die er mit Andreas del Sarto theilte; nämlichdurch die der Fa^ade von Santa Claris stel kiore, welchein Holz ausgeführt wurde. Die Idee war groß und guterfunden. Auf einem mächtigen Untersatze erhoben sich meh-rere Reihen zwei und zwei zusammengestellter korinthischerSäulen. In den Zwischenräumen befanden sich Nischen mitden Statuen der Apostel. Das Ganze stellte mit einer großen
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