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Zwei Umstände vereinigten sich, ihn in dieser Stadt zu-rückzuhalten, welche für ihn eine zweite Vaterstadt wurde.Der Erste war die hohe Protektion des Dogen Griti, welcherihn vier Jahre zuvor schon mit dem ausgezeichnetesten Wohl-wollen aufgenommen. Der Zweite, und welcher zugleich aufdas Schicksal seines übrigen Lebens den größten Einflußäußerte, war seine Verbindung mit Peter Aretin, die sichbald in eine innige Freundschaft verwandelte, wodurch ihreVereinigung mit dem berühmten Titian von Tag zu Tagenger und fester wurde. Aus diesem Vereine entstand jenes,den Künsten so vortheilhafte Triumvirat, welches nur der Todzu trennen vermochte.
Inzwischen starb Meister Buono, Architekt der alten Pro-kuratien, und Sansovino wurde mit einem Gehalte von achtzigDukaten und einem Hause zu seiner Wohnung auf dem St.Markusplatze nahe bei der Uhr, zu seinem Nachfolger ernannt.Zu den Attributen dieser Stelle gehörte die Oberaufsicht derKirche von St. Markus, des Glvckenthurm's und der an-gränzenden Gebäude, mit Ausnahme des herzoglichen Palastes.
Die erste Arbeit, die er vorschlug, war die Hinwegräu-mung der Kramläden, Buden und hölzernen Gebäude, die,indem sie die beiden großen Granitsäulen, die Hauptzierdedieses Platzes versperrten, diesen unscheinbar machten unddem Auge die Aussicht auf den großen Kanal entzogen. Baldbeschäftigte ihn eine wichtigere Arbeit, die Wiederherstellung- der Kuppeln der St. Markuskirche, welche sowohl durch ihrAlter, als durch eine Feuersbrunst, durch die sie vor einemJahrhundert sehr gelitten, sich in einem äußerst bedenklichenZustande befanden. Er umgab die große Kuppel, welche dievier Arme des Kreuzes, also die vier Schiffe der Kirche ver-einigt, mit einem eisernen Reife, der aus mehreren Schienenbestand, die man mittelst Schraubemuttern von Bronze undKeile von dem nämlichen Metall möglichst zusammenzog. Dieser