Band 
Erster Band.
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Sansovino.

- stell» Vi^na: ein Baudenkmal von jener edlen Einfachheit,die oft der wahre Luxus kirchlicher Gebäude ist. Das ganzeInnere, weniger die Kuppel, wurde nach seinen Zeichnungenausgeführt. Wahrscheinlich haben einige Umstände, die mannicht kennt, die gänzliche Vollendung dieser Kirche verschoben;denn wir lesen, daß der Dom und die Fayade derselben dasWerk Palladio's seien. Eine Medaille, welche das Aeußeredieser Kirche darstellt, so wie Sansovino es entworfen, gibtuns eine Idee von dem Aufriß, den er ihr geben wollte.Man muß gestehen, daß sie durch den, welchen Palladio ihrgab, nur gewinnen konnte.

Das alte Münzgebäude zu Venedig drohte den Einsturzund es gab kein Mittel mehr, dasselbe wieder herzustellen.Im Jahre 1535 wurde beschlossen, ein Neues aufzuführen.Drei Architekten legten Plane vor. Der Rath der Zehnerwählte den des Sansovino, welcher ausgeführt wurve. SeineArchitektur stellt ein Gesammtganzes dar, welches wegen seinesPlans und seiner schönen Construktion des Palastes einesFürsten würdig wäre. Die Construktion ist ganz von Jstri-schein Stein. Wahrscheinlich hatte Sansovino zu Florenz Ge-schmack an der Bossage gewonnen, wovon die Alten Beispielegenug hinterlassen. Auch haben wir in der Geschichte mehrals eines Florentinischen Architekten bemerkt, daß gewisse Artenvon Materialien mehr als Andere zu dieser Zurichtung desSteines einladen. Keiner aber taugt, sowohl wegen seinerFarbe, als wegen seiner Härte nnv der Größe der Mäste, inder er gebrochen wird, besser hierzu, als der Florentinische.Der Jstrische Stein, der schönste, den man kennt, und wel-cher sich am Meisten dem weißen Marmor nähert, mußte dieBaukunst veranlassen, sich der erwähnten Zurichtung desselbenseltener zu bedienen. Auch scheinen uns Sansovino und nachihm die berühmtesten Venetianischen Architekten ihn seltenerzur Bossage angewendet zu haben. Uebrigens entsprach der