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Sansovino.
keit der Arbeiter, nach Anderen der in diesem Jahre eingetre^-tenen außerordentlichen Kälte, und wieder Andere behaupteten,daß die Erschütterung durch das Abfeuern des schweren Ge-schützes verursacht worden. Das Wahrscheinlichste aber ist,daß der Architekt zu sehr auf seine eisernen Bänder und Klam-mern gerechnet. Dieser Unfall hatte für Sansovino die nach-theiligsten Folgen. Er wurde in das Gefängniß gesetzt, vonseiner Stelle als Ober-Architekt entlassen und verurtheilt, zurEntschädigung für den, wie man damals glaubte, durch seineSchuld verursachten Verlust, tausend Golvskudi zu bezahlen.Es scheint indessen doch, daß es Sansovino gelungen, sichzu rechtfertigen. Seine zahlreichen Freunde und Aretin anihrer Spitze schrieben zu seinen Gunsten. Mendozza, Ge-sandter Kaiser Karls V. bei der Republik , verwendete sich fürseine Befreiung. Die Sache wurde endlich beigelegt, Sanso-vino aus dem Gefängniß entlassen und, was glaublich macht,daß dieß nicht im Wege der Gnade geschehen, ist, daß ihmdie Strafe, zu der er verurtheilt ward, zurückerstattet und ernicht nur in seine Stelle wieder eingesetzt, sondern auch fürdie Wiederherstellung des Gewölbes auf's Neue bezahlt wurde.Dieß ward indessen nicht mehr von Stein, sondern vonZimmerwerk aufgeführt, und Letzteres mit Rohr benagelt,worauf der Anwurf kam, welcher die Decoratiton desselbenbildete.
Die Anzahl der von Sansovino erbauten Denkmäler ist sogroß, daß man sich begnügen muß, nur einen Theil derselbenanzuführen, da man hier unmöglich Alle beschreiben kann.Oft sieht man sich indessen in der Auswahl Einzelner mehrdurch die Celebrität, die sie ihrer Wichtigkeit verdanken, alsdurch das innere Verdienst ihrer Architektur bestimmt. Daherfindet man oft nur kurze Notizen über Gebäude, welche denRuf jedes Andern begründen kannten. Hierunter gehören dieSt. Martinskirche bei'm Arsenale; die Kirche der Unheilbaren