Band 
Erster Band.
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Sansovino.

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von St. Sebastian das Grabmal des Erzbischofs von Cypern,welches eben so einfach als majestätisch, eben so reich als man-nichfaltig ist. Es bildet einen großen Bogen, welcher mitSäulen geziert ist, die auf einem Untersatze ruhen und einensehr schönen Giebel tragen. In der Säulenweite befindet sichdas Grabmal deö Erzbischofs mit seiner Bildsäule in liegen?der Stellung.

In einem Alter von achtzig Jahren führte er für den Do-gen Veniero das schöne Grabmal aus, welches man in derKirche von Sankt Salvator bewundert. Die beiden Bildsäu-len, welche die Seitennischen des Denkmals zieren, sind vonseiner eigenen Hand, und Nichts verkündigt an denselben seinhohes Alter.

Endlich muß man hier noch der schönen ehernen Pfortengedenken, zu welchen er die Zeichnungen entwarf und die erselbst für die Sakristei von St. Markus ausführte. Durchdie Portraite Titians und Aretins, die er mit seinem eigenenhier anzubringen wußte, feierte Sansovino die innige Freund-schaft, die sie, so lange sie lebten, umschlang. Dieser Verbin-dung, geschlossen durch die Uebereinstimmung ihrer Ansichtenso wie durch den Ruf, den sie genossen, und durch das In-teresse, das sie wechselseitig an dem glücklichen Erfolge ihrerArbeiten nahmen, verdankte man einen Theil des Glanzes,welchen die Künste damals über Venedig verbreitet.

Auch zeigte Venedig sich würdig, solche Talente zu besitzen,indem es dieselben durch die schmeichelhaftesten Auszeichnungenzu ehren wußte. In einem Augenblicke der Noth, wo mansich genöthigt sah, seine Zuflucht zu einer allgemeinen Auflage.zu nehmen, die sich ohne Unterschied über alle Staatsbürgererstrecken sollte, nahm der Senat Niemand davon aus, alsTitian und Sansovino .

Sansovino starb ven 27. November 1570 in einem Altervon ein und neunzig Jahren.

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