Band 
Erster Band.
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Galeazzo Alessi.

in diesen, wie es wohl nicht fehlen konnte, auch das Be-dürfniß erwecken, ihr größeres Ansehen durch das Acußcrcihrer Wohnungen zu erkennen zu geben und auch den Glanzihrer Stadt zu vermehren.

Es war zu Anfang des sechzehnten Jahrhunderts, alsGenua anfing, ein neues Ansehen zu gewinnen. Da dieseStadt, in ihrer natürlichen Einengung, sich nicht wie andereStädte durch Anlegung neuer Ouatiere erweitern konnte,mußte sie sich nothwendig auf der nämlichen Stelle erneuernund, wenn man so sagen darf, rnetamorphosiren. Dieß ge-lang ihr in gewisser Art durch die Uebereinstimmung Aller,durch Aufforderung der Talente der ausgezeichneten Künstler,welche nach und nach herbeigerufen wurden, hauptsächlichaber durch das Genie eines Mannes, welcher für diese großeUnternehmung geboren und von der Natur ausdrücklich dazuausgerüstet zu seyn schien. Und dieser Mann war GaleazzoAlessi .

Er wurde im Jahre 1500 zu Pcrusa von einer ziemlichangesehenen Familie geboren, und erhielt von seinem Vatereine seinem Stande angemessene Erziehung. Die Fortschritte,die er von seiner frühesten Jugend an in den Studien machte,denen man ihn widmete, verkündigten die glücklichsten Anla-gen, besonders für die mathematischen Wissenschaften unddie Astronomie. Diese Studien, welche eine Art von Mit-telpunkt von tausend anderen Kenntnissen bilden, offnen einemjungen Menschen den Zutritt zu mehreren nützlichen Gewerben,deren Wahl oft, wie man zu sagen pflegt, vom Zufall ab-hängt.' Durch einen Solchen befand sich Galeazzo Alessi aufdem praktischen Wege der Civil- und Militär-Architektur.Aber er sah bald ein, daß die Zeichnungskunft so nothwendigund nützlich für den Architekten, wie für den Maler sei, undbegab sich in die Schule Johann Baptist Caporali's, welchernach dem damaligen Gebrauch, Maler und zugleich ein be-