rühmter Architekt zu Perusa war, dem man eine von ihmkommentirte Uebersetzung Vitruv's verdankt. Der Schülerwar bald im Stande, seinem Meister nicht nur zu helfen,sondern auch ihn zu ersetzen und selbst die oberste Leitungeiniger seiner Bauwerke zu übernehmen.
Aber Galeazzo Alessi hatte ein gewisses Vorgefühl seinerkünftigen Bestimmung, welches ihm die Schule Caporali'sund die Stadt Perusa für seine Fortschritte und für seinenEhrgeiz als viel zu beschränkt betrachten ließ. Er ging nachRom , wo er eine enge Freundschaft mit Michel Angclo schloß,den er sich zum Lehrer wählte. Ungeachtet seines langjähriggen Aufenthaltes daselbst, kennt man in Rom keine Arbeiten,die er ausgeführt. Es scheint, daß er sich blos mit Privat-arbeiten für verschiedene Kardinäle beschäftigt, denen er seineZeit und seinen Ruf geopfert. Aber der Kardinal Parisaniwelcher bei mehreren Gelegenheiten seinen Werth kennen ge-lernt, hatte ihn schon am päpstlichen Hofe eingeführt, alser als Legat nach Perusa gesandt, den Absichten des Papstesentsprechend, Galeazzo Alessi mit sich nahm, um durch ihnden großen Festungsbau dieser Stadt, welchen Sän Gallobegonnen, vollenden zu lassen.
Alessi entledigte sich dieses Auftrags mit eben so vielEifer als Erfolg. Die Festung wurde durch ihn beendigt;im Innern derselben wurden neue Gebäude unternommenund eine Reihenfolge von Zimmern ausgeführt, »velche mehrals einmal gewürdigt wurden, den ganzen päpstlichen Hofaufzunehmen. Die Zeit, die er dieses großen Bauwesenswegen in seiner Geburtsftadt zubrachte, benutzte er zugleich,für mehrere seiner Mitbürger sehr schöne Paläste aufzuführen,die noch jetzt die Hauptzierde von Perusa sind.
Der Ruhm dieser Werke verbreiteten den Namen GaleazzoAleffi's in ganz Italien . Es war um diese Zeit, als, wieschon erwähnt, die Stadt Genua von reichen Bürgern bc-