Band 
Erster Band.
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Galeazzo Alcssi.

wohnt, die ihren Stolz darein setzten, ihre Schätze mehr zumRuhme ihres Landes als zu ihrem eigenen zu verwenden, denEntschluß faßte, das im Großen auszuführen, was wir imKleinen so oft den einzelnen thun sehen, der, vom Glückebegünstigt, seine Ehre in dem Glänze seiner Wohnung sucht.Ein, wenigstens in der neuern Geschichte fast einziges Beispieleiner großen Stadt, sich^von freien Stücken, wenn man sosagen darf, ganz neu umzubauen.

„Stolz auf den Ruhm, den sie sich erworben," sagt Gau-thier in der Einleitung zu seinem Werke über die vorzüglichstenGebäuden von Genua , „wollte diese Stadt den schönen Künstendie Sorge übertragen, denselben der Nachwelt zu verkündigen.Sie zog die Künstler, welche der Ruf ihr bezeichnet, ausallen Ländern in ihre Mauern; und es entstand jener schöneWetteifer der Talente, dem die Stadt Genua ihren Glanzverdankt. Hier konnten die Architekten ihrem Genie einenfreien Schwung geben. Auch legten sie fast allenthalbenBeweise der festesten Einsicht und Geschicklichkeit ab und be-siegten alle Schwierigkeiten, selbst diejenigen, welche die Un-regelmäßigkeit des Bodens ihnen verursachte."

Glücklicherweise fiel diese Veränderung in die Epoche derSchule der schönen Architektur in Italien , wo zwar unterVerschiedenheit der Manier, aber nicht der Grundsätze, jedeStadt unter der Leitung der größten Meister den Geschmackund die Erfindungen der Kunst der Alten sich wieder erneuernsah. Jedermann kennt die Namen der Wiederherstellet derArchitektur zu Rom, Florenz, Verona und Venedig . Dießwaren die Gründer der Schule und auf sie hat sich die Be-wunderung der Nachwelt vereinigt. Indessen hatten sie zahl-reiche Schüler und unter diesen selbst Nebenbuhler, derenWerke man seitdem oft mit denen ihrer Meister verwechselt.Viele von ihnen wurden nach Genua berufen und unter An-deren, obgleich zweiten Ranges, Männer von sehr großem