Band 
Erster Band.
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Galeazzo Aleffi.

merksamkeit und, man könnte sagen, den Neid der übrigengroßen Städte Italiens rege gemacht. Ferrara , Bologna,Pcrusa und Mailand stritten sich um den Besitz dieses berühm-ten Künstlers und um die Ehre, einige Werke seines Talentsausweisen zu können.

Nach Bologna berufen, baute er dort für den Regierungs-palast einen prächtigen, mit vier dorischen Säulen geziertenEingang. Der Architekt war in der Eintheilung des Friesesdafür besorgt, die Metopen hinsichtlich der Breite alle untersich gleich zu machen. Indessen gelang es ihm nicht, sie voll-kommen viereckig zu machen, obgleich er seinen Fries weit überdie Vorschrift Palladio's und Vignola's erhöht. In demnämlichen Paiafte führte er eine große Kapelle auf, wobei ereben so viel Geschmack als Geschicklichkeit bewies. Man ver-dankte ihm die Vollendung des Palastes des Instituts nachden Zeichnungen Pcllcgrino Tibaldi's und mehr als einen Planfür daS immer noch projektirte Portal der großen Kirche cki8sn ?etronio.

Mailand hat mehrere merkwürdige Gebäude von GaleazzoAleffi auszuweisen, die unter die schönsten dieser großen Stadtgezählt werden müssen. So sieht man noch jetzt den prächti-gen Palast des Herzogs von lorre nuova, Thomas Marini;die schöne Fa^ade der Kirche cki 8sn 6eIso; den Saal desGebäudes ckel Lamlsso, genannt l'IIckitorio; und besondersdie Kirche von St. Viktor, die er von Grund aus erbaut.

Galeazzo Aleffi hatte sich einen solchen Ruf erworben, daßman aus allen Ländern Plane und Zeichnungen zu Gebäudenvon ihm verlangte. Er sandte deren nach Neapel und Sizi-lien, nach Flandern und nach Teutschland.

Aber Perusa, seine Vaterstadt, sollte einen Beweis sei-ner Vorliebe haben. Nach der Einladung des Herzogs ckellaOok-^na baute er für diesen Herrn an dem See Trasimeneeinen der größten Paläste, die man kennt, und welcher