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welches diese große Masse krönt, ist von einem schönen Ver-hältnisse und gut profilirt. In dem Ganzen herrscht Mäßigung,Reinheit zmd eine sehr wohl verstandene Anordnung. Vielleichtwäre, um der Harmonie der Abtheilungen und der Haupt-theile willen, zu wünschen, daß die Etage des Erdgeschossesweniger Höhe haben möchte. Sie ist aber so hoch, daß dieganze Masse sich in zwei gleiche Theile getheilt findet. Manwürde vorziehen, daß einer dieser Theile ein solches Maaßhätte, daß er den Andern beherrschte.
Ammanati hatte das Glück, in Rom das Collegium derJesuiten , eine der größten Massen von Gebäuden aufzuführen,welche die Architektur auszuweisen. Was man aber in diesemso großen Ganzen, welches in seinem Umfange einen Raumvon 2,100 Palmen einnimmt, sehr bedauern muß, ist, daßdie allgemeine Zeichnung nicht so ausgeführt worden, wiesie ihr Erfinder entworfen. Mehrere Architekten haben nacheinander an seiner Vollendung gearbeitet, jeder aber glaubte,wie es leider allzu üblich, das Werk seiner Vorgänger ver-ändern zu müssen.
Die Hauptfa^ade, die so wie der Hof von Ammanati ist, hat eine Länge von 450 Palmen und das Mittelgebäude180. Obgleich sie durch ihre Masse etwas Imposantes hat,so herrschen doch in den Theilen, aus denen sie besteht, Un-gleichheit der Abtheilungen, die ihrem Effekte nachtheiligsind. Die Menge der Fenster schwächt ebenfalls ihren Cha-rakter. Indessen darf man nicht vergessen, daß dieß dieBedürfnisse eines Hauses vorgeschrieben, welches äußerst vielekleine Wohnungen erfordert, und das alsdann hinsichtlichseines Aeußern den Gasthäusern ähnlich. Nichts vom Stylder Paläste haben darf. In diesem Betrachte ist dem Ar-chitekten kein Vorwurf zu machen.
Her Hof des Collegiums ist einer der schönsten Roms,und obschon er in seiner Anordnung vielen Anderen gleicht,
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