Band 
Erster Band.
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Bartolomco Ammanati .

leicht scheint. Wer hinter ihm zurückbliebc, würde nur eineschwerfällige und eintönige Architektur zu Tage fördern, wieDe Brosse in der Nachahmung desselben bei dem PalasteLuxemburg in Paris bewiesen.

Dieser berühmte Hof bildet ein langes Viereck, das ausdrei Hauptgebäuden und einem Vierten besteht, welches eineGrotte ist, die nur die Höhe der ersten Etage erreicht, unddadurch viel dazu beiträgt, dem Innern des Hofes ein helleresund freundlicheres Ansehen zu geben. Ohne dieß würde erwegen der außerordentlichen Höhe seiner drei Etagen, bei sei-nem mäßigen Umfange düster und der freien Luft beraubtworden seyn. Die Grotte ist eine der malerischsten und besterdachten Partien dieses Gesammtganzcn. Ihre Form ist oval,wie die des Wasserbeckens, das sie enthält. Ihr Umfang istmit gekuppelten dorischen Säulen geziert, vermischt mit Ni-schen, in welchen sich Statuen befinden, und mit Spring-brunnen, die mit Grottenwerk geschmückt sind. Das Gewölbeträgt eine, mit vielem Geschmack verzierte springende Fontaine,welche beim Eintritt in den Palast sogleich in die Augen fällt.

Ammanati baute zu Florenz mehrere Paläste und Privat-häuser, deren man in der Geschichte vieler Architekten Erwäh-nung machen könnte, die aber hier kaum einige Aufmerksamkeitverdienen würden, besonders wenn man sie mit dem großenGebäude vergleicht, von dem eben die Rede war, und welchesgegenwärtig der Aufenthalt des Großherzogs von Toskana ist.

Das arckitcktonische Werk aber, welches Ammanati in denletzten Jahren seines Lebens am Meisten beschäftigt, war dieKirche 8su Oiovannino oder der Jesuiten , die er wiederherstellte, vergrößerte und gänzlich verzierte. Er war nichtnur Architekt sondern auch Stifter derselben. Anton Battiserri,welcher 1561 mit Tod abgegangen, hatte sein ganzes Vermö-gen seiner natürlichen Tochter Laura vermacht, welche die GattinAmmanati's geworden. Mit dieser Erbschaft vereinigte Letzterer