Band 
Erster Band.
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Bartolomeo Ammanati .

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Alles, was er durch seine großen Unternehmungen sich erwor-ben und besaß demnach ein bedeutendes Vermögen. Da erkeine Nachkommen hatte, beschloß er seine Reichthümer zurVergrößerung und Verschönerung des Instituts der eben in'sLeben getretenen Gesellschaft Jesu zu verwenden. Die Ueber-einstimmung der Absichten und frommen Intentionen, welchezwischen beiden Ehegatten herrschte, begünstigte dieses Vorhabenmehr und mehr. Von den religiösesten Gesinnungeu beseelt,unterstützten Beide mit vielem Eifer alle Vergrößerungsmaaß-rcgeln, welcher das Institut bedurfte. Nachdem sie die erstenFonds zu dem Bau hcrgeschossen, bestritten sie fortwährendaus ihren Mitteln die Arbeitskosten, wozu sie ihre jährlichenEinkünfte widmeten, und versicherten endlich durch testament-liche Verfügung ihr ganzes Vermögen den Jesuiten , die siezu ihren Universalerben einsetzten.

Die schöne Kirche, in welcher Ammanati und seine Gattinbegraben liegen, ist demnach sowohl ein Denkmal seinesTalent's als seiner Frömmigkeit. Die letzten Jahre seinesLebens beschäftigte er sich nur mit frommen Werken. Erbedauerte in dieser Zeit, seine Kunst zu profanen Arbeitengemißbraucht zu haben und trieb seine Aengstlichkeit so weit,daß er bereute, nackte Figuren abgebildet zu haben. Obgleicher sich nicht vorzuwerfen hatte, irgend einen allzufreien oderunehrbaren Gegenstand behandelt zu haben, glaubte er, daßdie Verletzung des geselligen Anstandes in den Werken desMeißels allein schon das Gewissen des Künstlers kompromittire.Da er sich schuldig glaubte, in dieser Art Aergerniß gegebenzu haben, bezeigte er seine Reue hierüber in den christlichstenAusdrücken in einem Briefe an die Akademie der Zeichnungs-kunst, welcher der Sammlung der wettere piwricUe einver-leibt worden.

Zum Glück für die neuere Bildhauerkunst befielen dieseZweifel, die selbst, wenn man sie etwas übertrieben findet,