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Bartolomco Ammanati.
dennoch als lobenswürdig erscheinen dürften, Ammanati erstsehr spät, und nachdem er ganz Italien mit den kühnen undtrefflichen Werken seines Meißels und mit Arbeiten aller Artangefüllt, in welchen er mit großer Kraft des Styls und derAusführung die Formen und die Verhältnisse des menschlichenKörpers auszudrücken gewußt. So groß auch in der Thatsein Verdienst als Architekt seyn mag, so zählte er vielleichtals Bildhauer unter seinen Zeitgenossen noch weniger Neben-buhler, und wenn wir alle seine Arbeiten in Bronze undMarmor umfassen sollten, so würden wir mehr als noch ein-mal so viel Stoff zu seinem biographischen Artikel finden.Venedig, Padua und Florenz besitzen von ihm ausgezeichneteArbeiten in jeder Art und von jedem Maaße, unter welchenman nur den kolossalen Neptun der schönen Fontaine aufdem Platze des Großherzogs anführen dürste.
Ammanati hatte ein beträchtliches Werk, betitelt Littfi(die Stadt) geschrieben, welches die Plane und Zeichnungenaller großen Gebäude enthält, die zur Verschönerung einerStadt dienen können. Er hatte mit den Zeichnungen derThore begonnen; hierauf folgten die der Paläste der Fürsten ,der Rathhäuser rc.; ferner die der Tempel, der Fontainen,der Börsen, der Theater, der Brücken, der öffentlichen Plätze.Dieses Werk wurde nach seinem Tode zerstreut und kam ineiniger Zeit abhanden. Ein Theil hatte sich wiedergefundenund erschien in einer Auction, ohne für daS, was es war,gewürdigt zu werden, als der berühmte Viviani diese kostbarenFragmente erkannte und sie sammelte. Sie gingen aus seinenHänden in die des Senators Lodovico de Riccio, eines auf-gekärten Kunstkenners über, der sie in zwei Bänden verei-nigen ließ.
Ammanati wurde in die St. Bartholomeus-Kapelle von8an kivvanniuo begraben, die er selbst zum Begräbnißortefür sich und seine Gattin Laura bestimmt. Auf einer großen