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Philibcrt Delorme.
damaligen Gebäuden eine Menge von einzelnen Theilen, welchedas Ansehen und den Eindruck der größten Bauwerke vermin-dern. Um wie viel inposanter wäre in der That nicht derAnblick der Fa^ade der Tuilerien gewesen, wenn ein einzigesMotiv der Architektur die Gesammtlänge aller einzelnen Ge-bäude von 168 Klaftern, mit einiger Mannigfaltigkeit in einegleichförmige Linie gebracht?
Die Restauratoren dieses Palastes haben in der That dieMassen so viel wie möglich unter der Horizontallinie einesmehr oder minder gemeinschaftlichen Hauptgebälks mit einan-der zu vereinigen gesucht. Sie suchten auch die Thür- undFensteröffnungen einer gleichförmigen Anordnung und Einthei-lung zu unterwerfen. Aber welche Ungleichheiten und Miß-stände in dieser Ucberarbeitung!
Was den Geschmack der von Delorme bei dieser Architekturangebrachten Verzierungen betrifft, wäre man beinahe versucht,auf ihn die Worte des Apelles an den Maler anzuwenden,welcher seine Helena eher bereichert als verschönert, indem ersie mit Armbändern und Stickereien überlud. Man kann sichschwerlich etwas Reicheres denken, als seine Säulen mit Gur-ten von Marmor, die abwechselnd nicht nur auf den Bandenjedes Satzes, sondern auch in den Zwischenräumen, die sietrennen, gleichsam ziselirt und mit Verzierungen beladen sind.Aber vermag all dieser Luxus, welcher die Säulen nur zuzerstückeln und ihnen das Verdienst der Einheit, eine der vor-züglichsten Eigenschaften ihres Charakters, zu rauben trachtet,die einfache Schönheit einer reinen Bearbeitung derselben ineinem guten und richtigen Verhältnisse aufzuwiegen?
Die kleine jonische Säulenordnung an dem schon erwähntenGebäude ist eine der g'ückliäisten Schöpfungen Delorme's, undes fehlte ihr nichts, als ein leichteres oder reiner ausgeführtesCapitäl, um den Vergleich mit den klassischen Werken desAlterthums aushalten zu können.
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