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mung beauftragt, zog Bernini vor Allen die beiden Bau-meister zu Rathe, welche Fegen das Ende der RegierungPauls V. an den Fundamenten des Hauptgebäudes gearbei-tet, auf welche sich die neue Construktion gründen sollte.Auf die bestimmten Versicherungen, die sie hinsichtlich derSolidität der Fundamente gaben, wurde der Glockenthurmauf der rechten Seite des Peristyls unternommen. Er be-stand aus zwei mit Säulen gezierten Etagen, wovon dieEinen korinthischer, die Anderen zusammengesetzter Ordnungwaren. Die Höhe des Ganzen, mit Ausnahme der Pyra-mide, welche dasselbe krönen sollte, und die nur von Holzausgeführt wurde, betrug 77 Palmen. Der Glockenthurmwar kaum vollendet, als sich an dem Theil der Fa^ade derSt. Pctcrskirche, der ihm zum Untcrsatze diente, an mehre-ren Orten Sprünge zeigten. Sogleich begannen die FeindeVernini's auf ihn loszuziehen. Ihr Geschrei drang auch zuden Ohren des Papstes, welcher nicht auf sie zu hören schien.Die geschicktesten Bauverständigcn entschieden einstimmig, daßBernini nicht Schuld an dem Uebel sei; daß demselben ab-geholfen werden könne; daß es genüge, die Grundlagendieses Theils des Gebäudes zu verstärken, um den angefan-genen Glockenthurm zu vollenden und dann seinen kenckrmtaufzuführen. Dieß würde auch geschehen seyn, wenn nichtder Tod Urbans VIII . die ganze Unternehmung unterbrochenhätte.
Unter Jnnocenz X. hatte Bernini sich nicht der gleichenGunst zu erfreuen. Unwissende und übelgesinnte Personenerklärten ihm einen offenen Krieg; sie machten dem neuenPapste weis, daß die Last des Thurmes den Einsturz derganzen Fayade verursachen würde. Auf den Antrag Bcrnini'swurden die Fundamente untersucht. Es war sogar die Rededavon, durch Wegnchmung einiger Theile die Last des Glockcn-thurms zu vermindern; aber die Gegenpartei hatte seine