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Band I.
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240 Verhandlungen und Debatten.

Es sei wahr, daß die Eonstitution verordne, daß sie, und die ihr zufolgegemachten Gesetze das höchste Landesgesetz sein solle; aber wüßten wirdenn nicht, daß man in unserm Staate der Meinung gewesen, daß die Gesetze der Vereinigten Staaten nicht die höchst?«, und 'wir zu deren Befol-gung nicht verpflichtet seien ? Einstmals seien wir in offenem und unmit-telbaren Widerstreite mit der Autorität des Federal-Gouvernemenks ge-wesen. In einer Zeit heftiger politischer Gährung möchte es wieder dahinkommen. In einem solchen Falle würden die Staatsbeamten durch dieseElauscl verhindert werden zu sagen, daß sie den Staat unterftützeu müß-ten im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten. Wir bedürfen einer Elau-sel, welche alle Spitzfindigkeiten ausschließt, und es irgend einer Personunmöglich macht, zu sagen, daß sie dem Staate höhere' Pflichten schuldigsei, als den Vereinigten Staaten. Er halte demnach den Vorschlag fürnothwendig und recht, eine unmittelbare und ausdrückliche Verpflichtungin die Eonstitution einzuschalten, die Eonstitution der Vereinigten Staatenaufrecht zu erhalten. Allein, da der Herr von Philadelphia die Forderungder Jas und Neins zurückgenommen, so werde er, wenn auf eine verlang-te Theilung eine entschiedene Mehrheit dagegen sich ergeben sollte, dieForderung nicht wiederholen. Wenn die Eommittce für unnöthig erach-te, die unter uns herrschende Denkart zu tadeln, daß wir ausschließlichdem Staate, aber nicht der Union, Verbindlichkeiten schuldig seien, so wer-de er nicht auf dem Vorschlage bestehen.

s)r. Stevens sagte, es würde ihm gewiß sehr übel anstehen, wenn erAurbeil au der Debatte nehmen wolle, nachdem bei Erörterung der Fragevon beiden Seiten so glänzende Talente entwickelt worden. Aber er ha-be sich nur erhoben, um zu sagen, wie sehr er sich freue, den Entschluß rei-fen zu sehen, nicht nur die Vermehrung nnnöthigcr Eide zu verweigern,sondern auch den Grundsatz durch Abschaffung ünnöthigcr und gottloserEide durchzusetzen. Er habe sich erhoben, um die Herren zu bitten, ihrestugendhaften Abscheues gegen Eide bei kommenden Gelegenheiten einge-denk zu sein, und, wie sie ohne Zweifel thun würden, deni Grundsätze ge-mäß zu handeln, welcher hier so edel und schön ausgesprochen worden.Er hoffe, wir werden die Zeit erleben, wann eine Elauscl angeboten wür-de, welche verordne, daß jeder nichtssagende, unnöthige und'gottesläster-liche Eid in diesem moralischen Staate für immer abgeschafft werden solle-Er wolle alsdann diesem Körper eine Reihenfolge von Eiden von ganzunmoralischem Eharaktcr ausweisen, welche sich'bis anf fünfzig belaufen,und von denen ein jeder mehr als neunzig von einander verschiedene Ver-bindlichkeiten enthalte. Wir seien aufgefordert, das Siegel unserer Miß-billigung einem Svsteme aufzudrücken, welches die Grundfesten der Sitt-lichkeit und freier Regierung zu untergraben drohe.

Hr. I n g e r so l l sagte, daß er, ohne zu wissen, ob der Herr vonAdanissich besonders auf ihn bezogen habe, und da er weder Freimaurer nochGegen-Freimaurer sei, nicht'einmal Kenntniß von der Sache habe, undmit keinen von beiden in Verbindung stehe, bereitwillig sei, dem Herrn inBetreff dieser Sache die Hand der Freundschaft zu reichen, oder 'ihm dieHand zu drücken, wenn dies der richtigere Ausdruck sei, und wenn derHerr für vernünftige, gemäßigte und kluge Reform stimmen wolle, so wer-de er zur Abschaffung jedes unnützen, unmoralischen und gotteslästerli-chen Endes vereint mit ihm wirken, er nehme des Herrn Aufforderung alsernstlich gemeint an, und er möchte derselben während der Dauer der Si-