246 Verhandlungen und Debatten.
der durch Amtscidc übertragene Verbindlichkeit. Wir nehmen es für aus>;c-»mcfit an, daß die Menschen verantwortliche Wesen sind, und daß eineVerletzung solcher Eide ihrer Strafe nicht entgehen kann. Der Eid, dieEonstitntion der Vereinigten Staaten zu unterstützen, macht uns auf u»*sere Pflicht gegen die Union aufmerksam. Ich wünschte ihn in unsereStaats-Eonstitntion aufnehmen, um cincu Jeden, welcher jene Eonstitn-tion liest, an die Beziehung zu erinnern, worin er zu der aügcincincn 9^giern ng steht, und jeden Beamten, an die Verantwortlichkeit und Rnchlv-ggkeic aller Versuche, unsere Pflicht gegen die Union mit unserer Treuegegen die Staats-Regiernng unvereinbar zu machen.
Dr. Bidd lc, von Philadelphia, sagte: Hr. Vorsitzer—Wir sind nunin Begriffe zn»i erstenmale zur Abstimmung über eine Frage aufgefordertzu werden, welche eine Abänderung in der Eonstitntion in sich schließt, undfür meinen Tbcil bin ich zu Gunsten eines Fcsthaltcns an jenem Instru-mente, kraft dessen wir so viel Glück und Wohlfahrt genossen haben, alöjemals irgend einer Gemeinheit zu Theil ward. Es mag einige Fälle ge-ben, worin eine Abänderung nicht nachthcilig ist, aber Denen, welche einerVerbesserung das Wort reden, liegt es ob, klar zu beweisen, daß es eineivirkliche Verbesserung sein wird. Ich bin gänzlich mit den Herren einver-standen, welche einer Vermehrung der Eide entgegen sind, weil ich glaube,daß sie, im günstigsten Falle, zweifelhaften Vortheil erzeugen, und dapdurch eine nnnotbige Vermehrung ihrer Anzahl die für ihre'Verpflichtunggefühlte Ehrfurcht vermindert wird. Von den verschiedenen Eideö-Arte»sind keine tadclnswertherals Eide der Voraussicht, des Versprechens, oder
der Specnlation—Eide, welche von bloßen Meinnngs-Sachen abhängrn,und deren Verpflichtung auf Erklärung beruht. Zwei Erklärungen sindbereits über den fraglichen Eid geschehe». Der Herr aus Philadelphia(Dr. Ingersoll) hat gesagt, und mit Wahrheit gesagt, daß ein Eid zur Un-terstützung der Eonstitntion einen Eid zur Unterstützung der Regierung >»sich schließe während der Dcrr von Franklin (Hr. E h a ni b e r s) sagte,daß es ein Eid zur Unterstützung des Instrumentes sei. Wenn dem so ist,so möchte ich fragen, in welcher tzagc befinden sich Viele, vielleicht eineMehrheit von uns, welche den Eid zur Unterstützung der Eonstitntion ab-gelegt haben? Jenes Instrument enthält keine Vorkehrung für seineVerbesserung, und wir, die wir jetzt über eine Abänderung desselben ratb-schlagen, sind durch die höchste Verpflichtung zu dessen Unterstützung ver-bunden.
Dr. E h a m b c r s gab zur Erläuterung an. Wenn ich von dem Eidezur Unterstützung der Eonstitntion als auf das Instrument Bezug habendsprach, so geschah es zum Beweise dessen, was die Regierung ist—niä.idaß man ihm als einem bloßen Instrumente anhängen sollte, sondern weiler die gegenwärtige Regicrungs-Verfassung als mit ihren Vorkehrungenin Einklänge stehend zeigt.
Hr. Biddlc fuhr fort. Es macht mir immer Vergnügen, auf i^'Aeußerung von Seiten eines Herrn zu hören, welchen ich in so hoher Ass^tung halte. Ich möchte fragen, worin der Einfluß dieser Eide bestehe ?Werden sie mit Ehrfurcht betrachtet? Sind sie nicht vielmehr beinahewie Zollhaus-Eide, welche sprückwörtlich ein bloßer Gemeinspruch undeine Schmach sind? Aber man sagt, die Geschichte dieser Staaten l'sl? esolche Eide als nothwendig beurkundet, um die verschiedenen Staaten >»