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Gondouin.
Hofe angewendete ionische Ordnung, die, indem sie selbstunter dem erwähnten Peristyle hindurchläuft, durch ihre Ver-gleichung dazu beiträgt, es noch größer erscheinen zu lassen.Ein sehr schöner Giebel, dessen Basis mit dem allgemeinenGesimse des Hofes gleich läuft, krönt auf eine edle Weise dasPeristyl, und das Giebelfeld enthält ein Basrelief von einerverständigen Composition und einer reinen Ausführung. DieMauer hinter dem Peristyle ist in ihrem obern Theil mitfünf Medaillons mit einer fortlaufenden Fruchtschnur geziert,welche in Skulpturarbeit die Portraite von fünf berühmtenChirurgen darstellen.
Das Denkmal Gondouin's entging zu der Zeit, als eserschien, keineswegs dem Tadel. Indessen haben der Verlauf .der Jahre und die Vergleichungen, welche die späteren Zeitengegen dasselbe dargeboten, nur seinen Ruhm vergrößert. Woin der That in Paris ein Gesammtganzes finden, dessen Planmit mehr Uebereinstimmung und Einheit angeordnet, mehr ge-eignet wäre, auf einem kleinen Raume einen größer», einfachernund mannigfaltigern Effekt hervorzubringen? Wo könnte manuns ein Peristyl von einer richtigern, in ihren Verhältnissendes Durchmessers und der Säulenweite, in ihren absolutenund relativen Verhältnissen regelmäßigere Säulenordnung zei-gen? Wo fände man hier eine Anwendung von Säulen-ordnungen, welche sowohl hinsichtlich der Solidität als desAnmuthigen und des Reichthums besser kombinirt wäre? Womehr Reinheit der Profile, eine besser verstandene geschmack-vollere Dekoration, mehr Correktheit und Vollendung in derAusführung, mehr Sorgfalt in der Construklion; kurz einenStyl, welcher dem Charakter angemessener wäre, der uns eineIdee von jenen Gymnasien beizubringen vermöchte, deren An-denken uns die Geschichte aufbewahrt? Ein einziges Wortdrückt das Lob dieses Denkmals aus: es ist das klassischsteWerk des achtzehnten Jahrhunderts.