Band 
Zweiter Band.
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Anhang.

einen großen Ruf durch die Aufführung einer großen Anzahlprachtvoller Paläste, unter welchen man immer den PalastRenuccini, in der Straße fiel corso, und besonders denPalast Aktien unterschieden, der für sein Meisterstück gilt.Obgleich man in dem Style seiner Architektur nicht jene Kor-rektheit der Details, jene Strenge der Formen findet, welchedie Werke des sechzehnten Jahrhunderts besonders empfehlen,muß man doch zugeben, daß Antonio de Rossi in der An-ordnung Beweise von mehr als einer Art von Verdienst ab-gelegt. Man erkennt allgemein etwas sehr Edles in der An-ordnung und eine sehr glückliche Uebereinstimmung zwischendem Aufrisse des Innern und jenem der äußeren Massen an.Indessen bedauert man, daß dieser Palast in der Masse seinerTheile rückwärts der Straße, deren Eck er bildet, nicht been-digt ist. De Rossi war sowohl zu Rom , als in anderenLändern der Urheber einer Menge von Werken, durch die ersich ein bedeutendes Vermögen erwarb.

Guarini erlangte durch den traurigen Vortheil, den er be-saß, Borromini in der Verderbtheit des Geschmacks noch zuüberbieten, zu seiner Zeit einen ziemlich großen Ruf. Er ver-dankte ihn zum Theil den mathematischen Kenntnissen, die er sichin hohem Grade eigen gemacht. Dieses Studium, von welchemer nicht nur auf die Solidität in der Bauart, sondern auchaus Combinationen aller Art, deren Materialien sich zum Spielder Einbildungskraft des Construkteurs darbieten können, einebizarre Anwendung machte, verschaffte ihm die unglücklicheLeichtigkeit, alle Elemente der Architektur untereinander zu wer-fen und zu verdrehen. Ihm diente demnach die Kenntniß desSteinschnittes in der Construktion nur dazu, aus seiner Kunstein Spiel von Schwierigkeiten zu machen. Keiner hat dasTalent der Bizarrerie weiter getrieben. Ein erklärter Feindjeder einfachen Form, konnte er den Zuschauer auffordern, ihmin seinen Werken eine gerade Linie oder eine regelmäßige Curve