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Anhang.
Solidität der Consiruktion ist hier so weit getrieben, daß sieals übertrieben getadelt worden. Als ob es in dieser Art eineUebertreibung gäbe, welche ein Fehler genannt werden könnte!Man gelangt durch sechs Thore in diesen Palast; fünf derselbenführen in einen Hof von 140 Fuß im Gevierte. Um über denKunftwerth dieser großen Masse zu urtheilen, bedürfte manetwas anderes, als der Beschreibung von Dom Antonio Cvnca.Immer aber darf man behaupten, daß dieser Palast eine dergrößten Unternehmungen des achtzehnten Jahrhunderts ist.
Boffrand war einer der besseren Schüler Julius Har-douin Mansarts. Im Laufe eines sehr langen Lebens führte erdie hauptsächlichsten derselben außerhalb seines Vaterlandes undder Hauptstadt Frankreichs aus. Er arbeitete besonders zu Brüs-sel , zu Nancy und zu Lüneville für die Herzoge von Lothringen ,und zu Würzburg für den dortigen Fürstbischof. Indessen bauteer auch zu Paris verschiedene Hotels und Häuser, deren Anzeigeaber jetzt schwierig seyn würde. Doch kann man hierunter dasFindelbaus anführen. Aber das berühmteste seiner Werke in Hin-sicht der Consiruktion, und welches sein Andenken in Paris amMeisten verewigt, ist der große und prächtige Brunnen indem Hospitium von Bicetre: ein Werk, welches unter denUnternehmungen dieser Art den ersten Platz behauptet.
Ferdinands Fuga war im achtzehnten Jahrhundert einerder letzten berühmten Architekten Italiens. Neapel und Paler-mo besaßen die Erstlinge seines Talents; Rom aber eignetesich ihn durch die großen Arbeiten, zu welchen Clemens XII .und später einige seiner Nachfolger ihn verwendet, für langeZeit zu. Er beendigte das Gcsammtganze des Palastes vonAlonie Cnvnllo und führte auf dem Platze dieses Namensden prächtigen Palast, stelln Lvusrstin genannt, eines derbedeutendsten Gebäude Roms auf. Zu vielen anderen seinerUnternehmungen zählt man in der Ltrnstn 61uli» die Kirchestelln Glorie, den Palast Petroni auf dem Platze sti Oesu;