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Band XI.
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89- Verhandlungen und Debatten.

wachen. Er wird fortwährend lesen und studirrn ; er wird seinen Geist 'stets mit den auf die Erfüllung seiner Amtspflichten bezüglichen Gegen-ständen beschäftigen; denn wenn er in dem Circuit von einem Distrikt zudem andern gebt, so wird ihn das Volk mit den andern Richtern verglei-chen, da sie alle herumkommen, und es wird sein Urtheil frei und ohneRückhalt aussprechen. Dieses wird ein mächtiger Anreiz für ihn sein,sich in der Rechtswissenschaft zu vervollkommnen ; sich so vorzüglich alsmöglich zu machen. Ich bin aus meiner eigenen Erfahrung überzeugt,daß ein Richter, der nicht beständig in einem Distrikte wohnt, sondernnur zeitweise dahin kommt, um über c>ne Court den Vorsitz zu führen,mehr Einfluß haben wird, wann er das Recht auslegt, als ein Richter,welchem das Volk jenes Distrikts beständig zuhört. Ich will nicht sagen,daß Richter oder Geschworene schwächer oder stärker—besser oder schlech-ter—rechtschaffener oder unredlicher als andere Leute sind. Die Men-schennatur bleibt sich gleich in der ganzen Welt; und wenn ihr durch dieAnregung eines tugendhaften Ehrgeizes, in einem Manne denselben zueiner genaueren Erfüllung seiner Amtspflichten und zur Erstrebung hö-herer Fähigkeit anreizen könnt, so werdet ihr ein höchst werthvolles Werkgethan haben.

Allein, Herr Präsident, man wird auch 'einen andern wichtigen Zweckerreichen. Nach den jetzt bestehenden Gesetzen des Staates Pennfylva-nien wird es nöthig, eine besondere (Special-) Court zu halten, und ei-ne besondere'Jury zu berufen —welches Alles ein Gegenstand großerMsgaben ist. Durch die Annahme des Abwechselung,; . Grundsatzeswerden alle Unbequemlichkeiten und Kosten, welche aus dieser Quelleentspringen, vermieden werden. Der Richter, welcher interessirt sein mag,wird Übergängen werden, ein anderer Richter wird eintreten, und dieSache wird zu der gewöhnlichen Gerichtszeit ohne neue Kosten für dieCannty verhört- weichen.

Indem ich alle diese Rücksichten zusammen nehme, und überzeugt bin,daß gute Folgen, und keine Nachtheile, daraus entspringen werden, sawerde ich für den Grundsatz stimmen. Wenn wir einige Richter in denPennsylvanischrn Eourten haben, welche nicht geneigt sind zu reisen sokann ich ihnen nur sagen, daß ihre Gesundheit bei dieser Art der Ortö-veränderung gewinnen wird; und wenn selbst dieses nicht der Fall wäreso kann die Unbequemlichkeit oder Bequemlichkeit eines einzelnen Richtersoder zweier Richter, »der der Umstand, daß ein Richter oder zweie dasGicht haben, nicht in Anschlag gebracht werden gegen die Annahme einesguten und richtigen Grundsatzes. Ich werde deshalb, wie ich gesagt ha-be, zu Gunsten der Abänderung stimmen. '

Hr. Woodward, von Luzerne, sagte: ich bedaure zu bemerken,daß«ine Meinung unter den Mitgliedern der Convention im Umlauf ist, daßdie von mir vorgeschlagene Abänderung die Dienste der beigeordnete»Richter entbehrlich mache. Dieses, sagte Hr. W-, ist wahrlich nicht mei-ne Absicht, und ich glaube, ,ch werde im Stande sein, in wenigen Wortenzu beweisen, daß dieftö nicht die Bedeutung der Abänderung selbstist-