Band 
Band XI.
Seite
385
JPEG-Download
 

385

Pennsylvanische Convention, 1838.

«er Zeit; die nächste Vermischung sieben Achttbeile der Zeit, u.s.w.?Wenn das Blut oder die Hautfarbe Rechte verleiht, so sollten solche Rechtenach dem Grade des reinen Blutes oder der reinen Hautfarbe besessenwerden.

Was ferner die Art betrifft, tun Diejenigen zur Sklaverei zurückzubrin-gen, welche derselben durch das Gesetz unterworfen sind ; sollte dirses imFalle von Personen Afrikanischer Abkunft mit denselben Förmlichkeitenverbunden sein, als wenn wir weiße Leute zu Sklaven madjen wollten?Würde in solchem Falle die Förmlichkeit und Sicherheit eines Gcschwor-nen-Verhörs zweckmäßig sein? Und wenn das Recht auf ein Gcschwor-ncn-Verhör bei Fragen des Eigenthums so heilig ist, daß ein Mensch irrPennsylvanicn dessen nicht beraubt werden kann, selbst nicht in einerGeld-klage, wo der Streitgegenstand fünf Thaler und vier und dreißig Centsübersteigt, ist es da/reckt und nöthig, den Genuß jenes Rechtes sin Fällenzu sichern, wo die Entscheidung nicht allein die gegenwärtige Freiheit einesMenschen begreift, sondern auch die Freiheit seiner Nachkommenschaftauf unbestimmte Zeit ? Und wenn irgend eine Stärke in dein Grundeliegt, daß eine Jury aufgerafft und bestocken werden könne, wie hier jlkverstehen gegeben wurde, sollten wir alsdann nicht das Geschwornen«Verhör überhaupt abschaffen ? Wenn der Grund irgend etwas beweist,so beweist er dieses. Ich glaube, die Convention! ist nicht Willens, denGrundsatz des Geschwornen-Verhörs zu verdammen ; und ich boffe, daßsolche Verhöre immer stattfinden mögen.. Wenn wir indessen den Grund-satz unterstützen wollen, daß keine Jury erforderlich ist, um einen reinenAfrikaner zur Sklaverei zu verurtbeilcn,' während die cinmnthige Ueber-einstimmung von zwölf Geschworne zur Verurtbeilung eines Europäerserforderlich ist, würde alsdann nach dem bereits angegebenen Grundsätzenicht folgen, daß die Uebereinstimmung von sechs unter zwölf Geschwor-nen erforderlich ist, um eiurn-Mulatteii z» verdammen, neun Geschworne,um einen Quarteroon zu verdamme«, und so fort ?

Die Herren verlange», wir sollen das Reckt eines Geschwornen-Ver-bvrs aus Rücksicht auf die Rechte und Wünsche des Südens abschlagen.Dhne nun auf Gründe zum Beweise der Richtigkeit meiner Behauptungeinzugeben, will i h erklären, daß jene Virgiuier—jene Männer des Sü-dens—Waschington, Jcfferso», Henry, Pcnvleton, lflythe, Mason, Rivesu. s. w., im AuSspruch der Meinung Recht hatten, daß die Sklaverei derWeißen oder der farbigen Leute eine Ungerechtigkeit ist, und daß beideMeuschenklassen ein nätürliches Reckt zur Freiheit haben; sowie daß dieheilige Schrift Reckt hat, wo sie lehrt, daß alle Nationen der Erde ausEinem Blute entsprungen sind, und daß es unsere Pflicht ist, Andern zuthun, was wir wollen, daß Andere uns thun. In dieser Ansicht, glaubeich, werde ich selbst von einer großen Mehrheit der Bewohner des SüdensUnterstützt, mag immerhin das Gegentheil von übertriebenen nördlichenFürsprechern der südlichen Rechte behauptet werden. Nack dieser Vor-aussetzung würde folgen, daß es, wenn wir mit andern Staaten keinenVertrag hinsichtlich der Sklaverei eingegangen hätten, alsdann unsereUtoralische Pflicht sein würde. Niemanden in die Sklaverei zurückzulicfern,welcher derselben einmal entgangen ist; denn ein solcher Mensch, mag ertveiß oder schwarz, mag er aus der Türkei oder aus Louisiana entlaufen