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Verhandlungen und Debatten.
lHr. Ingersoll erklärte : Ich wünsche, daß Jeder nach seinem ©f*fallen handle—ich will ihm keine gesetzlichen Schranken setzen.s
Hr. Carle fuhr fort: Man hat hier behauptet, daß die Freunde derEmancipation durch die sogenannte Abolitwnö - Aufregung die strengenUnd drückenden Gesetze der südlichen Staaten hinsichtlich der Sklavenund der farbigen Bevölkerung hervorgerufen habin. Dieses erinnertmich an die Anekdote von dem Manne, der sein eigner Großvaterwar. Ich weiß, daß die angeführten harten Gesetze meistens vor derfraglichen Aufregung erlassen waren, und in der Ttat mit dazu beitru-gen. Jene Gesetze übertreffen an Strenge wabrfcheinli'ch die Gesetzejedes andern Sklavenlandcs der Welt. Die Spanisch - WestindischenInseln haben Gesetze zur Begünstigung der Emancipation, ja zu derenErzwingung in gewissen Fällen ; und unter diesen Gesetzen haben vieleSchwarze ihre Freiheit erlangt. Mir bekennen eine reinere Religionals die Nicht-Ebristen z allein die Mnhametaner mögen uns, durch ihremildere Behandlung ihrer Sklaven und durch deren Befreiung, sobaldsie die Religion ihrer Herren annehmen, wohl schaamroth machen.
Im Süden unserer Union bestehen nicht allein keine Gesetze zur Er-zwingung der Emancipation, sondern Gesetze, welche dem sperrn ver-bieten, freiwillig seine Sklaven frei zu lassen, sowie ihnen Schulunter-richt zu ertheilen. Gegen ein solches System spreche ich mich entschie-den aus, und ich werde nicht weiter zur Aufrechthaltung eines solchenSystems beitragen, als wir durch unseren National Vertrag offenbar zuthun verbunden sind. Ich handele auf diese Weise, ebne irgend einfeindseliges Gefühl gegen die Sklavenhalter ;—denn ich kenne kein sol-ches—und ohne irgend ein Bornrtbci! gegen dieselben, denn ich gebe ger-ne im Allgemeinen den achtbaren Echarakter Vieler unter ihneu'zu, imddaß wir selbst, wenn wir auf gleiche Weise, und unter gleichen Umstän-den erzogen worden wären, dasselbe Unrecht begangen baden möchten.—Allein dieses Eingcständniß soll uns nicht abhalten, da beim Gerechtigkeitzu üben, noch unsern moralischen und politiichen Einfluß anzuwenden,insofern wir dieses rechtmäßig thun können, um die Grundsätze der ge-sunden Religion, der gesunden Philosophie und der weisen und patrioti-schen Gründer unserer Republik zn unterstützen.
Hr. H o p k i n so n, von Philadelphia, sagte : Wie immerhin die Fra-ge am Ende entschieden werden mag, so vertraue ich, daß dieselbe mitkalter Ueberlegung und mit reinem Herzen, so wie mit einer unverwand-ten Rücksicht auf unsere Pflicht gegen unsern Staat und gegen die Ver-einigten Staaten erledigt werden wird. Wir sind an beide gebunden,und zwar durch so bestimmte Verpflichtungen, das eine übereinstimmendeHandlung in der Erfüllung unserer Pflichten erb. lten wird. Die Frageist in der Tbat wichtig, allein sie scheint mir nicht so sehr schwierig zu sein,wenn man sie an und für sich betrachtet, und sie der verscbiedeneu Gegen-stände entkleidet, mit welchen sie im tzanfe der Debatte bedeckt wurde.Wenn wir uns, wie wir thun sollten, von den Streitfragen und Auffor-derungen, hinsichtlich der Menschcnrechtc, die gewißlich an die Gefühledes Herzens und nicht an die Ansss,‘ standet- gerichtet wa-ren, abwenden ; wenn wir unsere AusmerksanG , ■"> wir 'thun sollen,