Band 
Zweiter Band.
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Talleyrand, damals Bischof von Antun, honte der Dl-plomatensürst, den Clerus auf, den Kirchengütcrn zu Gun-csten der Nation, welche für den Altar und seine Dienersorgen würde, zu entsagen; er zeigte die großen, dem Staatdaraus erwachsenden Vortheile; das Kirchengut belief sichauf mehrere Milliarden, und es blieb, nach Erfüllung allerVerbindlichkeiten gegen die Kirche, dem Staat noch ein schö-ner Ueberrest zur Verwendung für seine eigenen dringendenBedürfnisse. Die Geistlichkeit, weigerte sich hartnäckig (Mauryinsbesondere); dennoch wurde, nach lebhaften Debatten, vonder Mehrheit beschlossen: der Clerus sey nicht Eigenthümer,jondern einfacher Depositär der Güter, welche von der Fröm-migkeit der Könige und Gläubigen dem Altare geweibt wor-den, und die Nation, wenn sie den Küchendienst unterhalte,dürfe ihre Güter wieder antreten. Das Dekret, welchesdiese Güter zur öffentlichen Verfügung stellte, wurde am 2.December erlassen.

Von nun an brach der Haß des Clerus gegen die Revo-lution offen aus. Vordem minder unzugänglich, als derAdel, war er es jetzt um so mehr. Doch hoffte er nochfortwärrend, das Kirchengut, weil es nicht sogleich verkan twurde unk unter seiner Verwaltung blieb, werde in seinerGesammtmaffe als Hypothek für die Staatsschuld bleiben.

Aber er fand sich getäuscht. Der Staatsschatz lebte vonVvreinnahmen, und die Kaffenbillete, weil in zu großerMenge ausgegeben, verloren den Kredit. So schwer es war,den Verkauf der Kirchengüter zu bewerkstelligen: es geschahdennoch. Man begann mit einem Werth von 4«u> Millionneu, dem Ztaatsbedarf des nächsten Jahrs. Da sich nicht sogleichso viele Käufer fanden, übernahm der Gemeinderath von Parisund anderen Städten einen bedeutenden Theil der Güter. DieseCorporativnen gaben, weil es ihnen an baarem Gelde fehlte,dafür Schuldscheine aus, bis sie nach dem Verkauf derGrundstücke dieselben wieder einlösen könnten. Dadurch ent-stand der Gedanke, daß es einfacher wäre, wenn der Staat