Band 
Zweiter Band.
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National - Versammlung, die Pariser Garde, die Deputie-ren der Armee, die Föderieren der Departemens mit wehen-den Fahnen unter dem Schalle der Musik. Alle nahmen dieihnen bestimmten Plätze ein. Vier mal hunderttau-send Zuschauer umgaben das Amphitheater, in dessen Mitteder Bischof von Autun, eine feierliche Messe hielt, die Ori-flamme und die 8Z Banner einsegnete. Hernach leistete un-ter tiefer Stille Lafapette, zum General aller National-garden des Königreichs ernannt, zuerst den Bürger-Eidmit erhobener Stimme im Namen aller Nationalgarden:„W ir schworen, ewig getreu zu sepn der Nation,dem Gesetze und dem König, aufrecht zu haltenmit allen Kräften die von der Nation al-Ver-sammlung beschlossene und von demKönig ange-nommene Constitution, und vereint zu bleibenmit allen Franzosen durch die unauflöslichenBande der Brüderschaft." Alsbald erscholl unter Ka-nendonner der langanhaltende Ruf: „Es lebe die Na-tion! Es lebe der König!" ^)er Präsident und alleDeputirten zugleich wiederholten denselben Eid. Dann erhobsich Ludwig xvi. und sprach: „Ich, der König derFranzosen, schwöre, alle Gewalt, welche mirdurch den C v n stitu ti v n s-A kt des Staats über-tragen wurde, anzuwenden, um aufrecht zuhalten die von der National-Versammlung be-schlossene und von mir a n g en o m m e n e C o n st i t u-tion." Die Königin hielt den Dauphin in ihren Armen empor,und zeigte ihn dem Volk: „Hier ist mein Sohn, ervereint sich mit mir zu denselben Gesinnun-gen!" Alsbald neigten sich alle Fahnen, der Beifallruf desVolks ertönte, die Unterthanen glaubten an die Aufrichtig-keit des Monarchen, er an die Anhänglichkeit seiner Unter-thanen, Und man endigte diesen glücklichen Tag mit Lobge-sängcn und Danksagungen. Die Lustbarkeiten dauerten län-ger. Feuerwerke, Illuminationen, Bälle wurden gegeben.