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Zweiter Band.
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nigstens noch nicht in di« Hände der Ausländer und seinesBruders, des Grafen von Artvis, geben wollte. Er gedachtedie Monarchie mittelst seiner Getreuen im Innern selbstwieder herzustellen. Bouill6 war der Mann, unter dessenSchutz er sich zu begeben beabsichtigte. Zu Montmvdy wurdeein Feldlager errichtet: dorthin wollte er fliehen, und aufder Marschroute, die der König zu nehmen hatte, sollten De-taschemens ausgestellt werden. A es ward heimlich und inder Stille gerüstet. In der Nacht des ro. Juni 1 7 9 lverließ die königliche Familie vereinzelt dasSchloß, und nachdem sie sich auf dem Boulevard zusam-mengefunden, wo ein Wagen sie erwartete, fuhren sie in derRichtung nach Chalons und Montmvdp.

Staunen und bald äußerste Entrüstung herrschten in derHauptstadt, als man des andern Tags die Kunde von derEntweichung erhielt. Man fürchtete das Aeußerste, undwarf ein ungerechtes Mißtrauen auf diejenigen, welche —wie man meinte — es hätten verhindern können, auf La-fapette und Bailly. Hier erhielt Lafayette's Popularitätden ersten Stoß. Aber das feste Benehmen der National-Ver-sammlung beruhigte die aufgeregten Gemüther wieder. Sieversammelte sich sogleich und traf die geeignetsten Maaß-regeln. Sie berief die Minister und Beamten vor ihreSchranken, erließ eine befriedigende Proklamation an dasVolk, traf Anstalten zur Aufrechthaltung der öffentlichenOrdnung, bemächtigte sich der vollziehenden Gewalt, ließ durchMontmvrin, den Minister der auswärtigen Angelegenheiten,die fremden Höfe von ihren friedlichen Gesinnungen benach-richtign,, schickte Kommissäre, um sich der Truppen zu ver-sichern und ihnen einen Eid nicht im Namen des Königs,sondern der National-Bersammlung abnehmen zu lassen, end-lich sendete sie in alle Departemens den Befehl, jeden, derdas Königreich verlasse, fest zu nehmen. So hatte die Ver-sammlung in wenigen Stunden alle Staatsgewalt in sichvereint, und die gesetzliche Ordnung erlitt, obgleich es keinen