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entsage, so bin ich nur der Nation verantwortlich, und Nie-mand sonst hat sich darüber zu beklagen." Dieses gegendas Ausland gerichtete Schreiben wurde mit Wohlgefallenaufgenommen. Lafapette sehte eine Amnestie zu Gunsten dererdurch, welche bei des Königs Flucht thätig gewesen waren.
Am 29 . Sept. 1791 wurde die National-Versammlung ge-schlossen. Der König forderte in einer mehrfach durch Bei-fallklatschen unterbrochenen Rede die nach Hause kehrendenDeputirten auf, in Gemeinschaft mit ihm dem Volke Sich-tung gegen die Verfassung einzuflößen und deren wahrenSinn ihren Mitbürgern verständlich zumachen. „Ja! Ja!"riefen Alle. Alsdann sprach der Präsident Thouret, sich andas Volk wendend, mit starker Stimme: „Die konstituirendeVersammlung erklärt, daß ihre Sendung vollbracht ist, unddaß sie in diesem Augenblick ihre Sitzungen schließt!"
In dieser mit so viel Muth, Standhaftigkeit, Talent undVaterlandsliebe verfaßten Konstitution erblickt man das Werkder Fleißigen, und aus ihrem Fleiß auch Nutzen ziehendenMittelklasse: sie ist mehr demokratisch, als monarchisch, oderochlokratisch. Denn das Volk war zwar die Quelle aller Ge-walten, aber es selbst übte keine; es hatte nur die Ur-Wah-len (Waklen der Wähler) und seine Beamten wurden vonMännern aus dem aufgeklärten Theile der Nation gewählt.Dieser besetzte die National-Versammlung, die Tribunale, dieVerwaltungsstellen, die Gemeinderäthe, die Militzen, undhatte somit alle Macht und Staatsgewalt in Händen. Erwar auch damals allein geeignet sie zu handhaben, weil erallein die zum Regieren nöthige Einsicht besaß. Das niedere Volkwar dazu »och nicht reif und mündig. Aber nach und nachempfing es seine bürgerliche Bildung und übte sich in Re-gierungssachen in den Urversammlungen, ganz nach demwahren Zweck der Gesellschaft, vermöge dessen ihre Vortheilenicht für eine einzige Klasse stehend, sondern zum Gemein-gut aller Bürger gemacht werden sollen, sobald sie intellek-tuell und moralisch fähig sind, dieselben zu erwerben. Der