Band 
Zweiter Band.
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werden, daß wir dagegen, wenn die Kabinete die Könige ineinen Krieg gegen die Völker verwickeln, die Völker zu einemKrieg auf Leben und Tod gegen die Könige auffordern wer-den. Sagen wir ferner, daß alle Schlachten, welche sich die

Völker auf Befehl ihrer Despoten liefern_...." (Hier

wurde seine Rede durch stürmischen Beifall unterbrochen.)„Keine Beifallszeichen ! keine Beifallszeichen! ehren Sie meineBegeisterung, es ist Begeisterung der Freiheit!...... Sagen

wir also Europa, daß alle Schlachten, welche sich die Völ-ker auf Befehl der Despoten liefern, den Streichen zu verglei-chen sind, welche sich zwei Freunde, von einem treulosenAnstifter aufgehetzt, im Dunkeln versetzen; wenn es hellwird, werfen sie die Waffen weg, umarmen sich und strafenden, der sie hinterging. Ebenso werden in dem Augenblick,wo feindliche Heere mit den mistigen kämpfen, wenn dieAufklärung denselben die Augen öffnet, die Völker sich imAngeflehte der entthronten Tprannen, der getrösteten Erde,und des freudigen Himmels umarmen!'' —

Der Enthusiasmus, welchen diese hinreißende Rede hervor-brachte, war so groß, daß der Vorschlag einstimmig mit all-gemeinem Jubel angenommen und durch eine Deputation,am 29. November 1791, dem König zugesendet wurde.

„Sire, redete Vaublanc, ihr Sprecher, den König an,kaum hat die National - Versammlung ihre Blicke auf dieLage des Landes geworfen, als sie sogleich bemerkte, daß dieSchrecken, die es beunruhigen, ihre Quelle in den verbreche-rischen Rüstungen der französischen Ausgewanderten haben.Ihre Verwegenheit wird von deutschen Fürsten unterstützt,welche die zwischen ihnen und Frankreich bestehende Verträgeaus den Augen setzen, und nicht anders handeln, als ob sievergäßen, daß sie diesem Reiche den westphälischen Friedens-schluß verdanken, der ihre Rechte und ihre Sicherheit ver-bürgt. Diese feindlichen Vorbereitungen, diese Bedrohungmit einem Angriff, machen Rüstungen nothwendig, welcheungeheure Summen verschlingen, womit die französische