Band 
Zweiter Band.
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Ein kati lin arischer Plan der aristokratischen Verschwö-rung wurde ausführlich bekannt gemacht, wie er durch ver-schiedene Angaben und Geständnisse enthüllt worden sey. Einböses Zeichen, das den Verdacht und Grimm der Volksgrup-pen noch vermehrte, war, daß mehrere Verhaftete sich zurWehre sehten. Einige Sektionen ließen die in Folge derHausaussuchung sehr angefüllten Gefängnisse durch starkePatrouillen bewachen. Am r. Sept. stieg die Aufregungaufs Höchste. „Wohlan! — rief ein Bürger, der gerade indie Armeeliste eingeschrieben worden war, — sie sollen allesterben! Die Gefahr des Vaterlands fordert uns auf: ziehetins Feld! Aber indem wir unsere Familien verlassen, laßtuns nicht die Furcht mitnehmen, daß unsere Mitbürger, diesich für uns ihrer Waffen berauben, nicht im Stande seyen,unsere Frauen und Kinder gegen neue Komplotte zu verthei-digen. Mögen die Verbrecher alle sterben!" Blitzschnellverbreitete sich dieser Rath unter der Volksmenge, und manging plötzlich zur That über. Die Gefängnisse wurden er-brochen und die Verhafteten von einer etwa sav Mannstarken Schaar gerichtet und hingerichtet. Sie war besoldetvon einigen Häuptern der Gemeinde, ohne jedoch durch eineöffentliche Auktorität ermächtigt zu seyn; diese hatten sichzurückgezogen, als sie sahen, daß die Menge ruhig und mitVergnügen das blutige Schauspiel betrachtete. Weder derNationalversammlung, noch der crekutiven Gewalt, noch demMaire Pvtion gelang es, der Volksjustiz Einhalt zu thun;und die Gefängnisse wurden von ihren Wächtern verlassen.Vier Tage dauerte die sonderbare und entsetzliche Erekution.Die Richter waren meist zugleich die Nachrichter; nach ganzsummarischem Verhör wurde der Angeklagte entweder freige-sprochen, und dann im Triumph nach Hause begleitet, odersogleich niedergemacht. Die dieß gräßliche Schauspiel auf-führten, schienen nicht sowohl Rache zu nehmen, als viel-mehr einen Beruf zu erfüllen; sie schlachteten mit der Kältedes überzeugten Fanatismus, und wenn ihnen die Unschuld

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