Band 
Zweiter Band.
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und ins Lager geschickt; den Mangel an Erfahrung ersetztereichlich die Begeisterung und der Haß gegen den Feind.

Nach langer und reiflicher Ueberlegung stellte Servan,der Kriegsminister, endlich den General Dumouriez, of«fenbar den gewandtesten und fähigsten seiner Kollegen, wennauch sein bisheriges Betragen nicht immer Vertrauen er-weckt hatte, an die Spitze der Moselarmee als Oberbefehls-haber. Er begab sich sogleich nach Sedan, zog die DivisionDubousquet aus Flandern und die Truppen Beurnonville'Saus dem Lager bei Maulde an sich, und überließ den Be-satzungen der festem Plätze und dem Patriotismus der Ein-wohner, den Prinzen von Sachsen - Teschen auf dieser Seiteaufzuhalten. Die Meinung seines Kriegsraths dagegen wargewesen, sich gegen Ehalons zurückzuziehen, und durch dieMarne geschützt den Feind zu erwarten. Dumouriez, stattLothringen, die drei Bisthümer und einen Theil der Cham-pagne aufzugeben und den Weg nach Paris offen zu lassen,faßte einen kühnen Plan, welcher mit Erfolg gekrönt wurde.Er hatte begriffen, daß man in dem von Bächen und Mo-rästen durchschnittenen Argonnerwalde sich am besten werdevertheidigen können. Die Gegend hat nur vier Zugänge,welche in die Defileen von Chöne-Populeur, Croir>au-Bois,Grandpr6 und äo« Netto« auskaufen, den Paß in die Cham-pagne öffnend. Dort wollte er sich halten; aber währenddie Preußen nur sechs Stunden von dem Walde entferntwaren, hatte der französische Feldherr zwölf Stunden dahinzurückzulegen, und außerdem insgeheim seine Vereinigungmit Beurnonville und Kellermann zu bewerkstelligen. Esgelang ihm, den Preußen zuvorzukommen, durch eben so vielMuth als Kunst. Die vier Zugänge wurden besetzt, er selbstmit iz,«oo Mann schlug sein Lager in Grandpre auf. Da-mals schrieb er dem Kriegsminister, das Lager bei Grandprsund die Jnselchen (los Hotte«) werden Frankreichs Thermopylen,er aber glücklicher als Leonidas seyn. Jedoch lag alles daran, Zeitzu gewinnen, die Verstärkung der Freiwilligen, welche nach