wältigen Comitö die Hände reiche und den äußersten Wider-stand leiste, mnßte es so viel möglich aufgeregt werden. Da-zu dienten Versammlungen, Klubbs, begeisternde und ent-flammende Reden, die den Muth erhöhten. HellsehendeGeister von entschlossener Seele ergriffen die Zügel im Namender Umwälzung. Die Bewegung kam von unten, weil sichdie Volksmenge in die Staatsangelegenheiten hineingezogenfühlte. Die Schönsprecher verstummtendas Volk wähltezu seinen Führern Männer, welche durch ihre Thatkraft dasVaterland zu retten im Stande waren, zwar von dunklerGeburt und wilden Leidenschaften, aber unerschrocken, hinge-bend, durch nichts an die Vergangenheit gebunden.
Die Nation war durch den Einfall der Fremden auf denKampfplatz gefordert. Mehr als je hatte man Europa'sKönige jetzt zu fürchten, nachdem der Konvent gleich inseiner ersten Sitzung den ri. Sept. das Königthum abge-schafft und Frankreich zur Republik proklamirthatte. Selbst die Zeitrechnung wurde verändert; mandatirte nicht mehr vom Jahre IV. der Freiheit (von 1789gerechnet), sondern vom 1. Jahre der französischen Republik.Ludwigs Verhaftung und die Septembrisirungen, der Sturzder Monarchie mußten unfehlbar alle Fürsten Europa's gegendie Nation bewaffnen, welche nunmehr auch die Anhänger derkonstitutionellen Monarchie und die gemäßigteren Demokra-ten unter die Zahl ihrer Gegner rechnen mußte. Bis dahinwaren die Mitglieder der linken Seite der Nationalver-sammlungen, d. h. die Beförderer der Revolution, in derMehrheit gewesen; zu Anfang des Konvents aber hatte dierechte Seite die numerische Ueberlegenheit. Es war denGirondisten gelungen, die Wahl der Departemens großen-theils auf sich zu lenken, besonders weil der Minister Rolandalle Mühe anwendete, durch Druckschriften die Wähler fürMänner von seiner Partei zu bestimmen. Sie verdientenauch das Zutrauen der Nation, denn ihr Werk Hauptfach-