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Zweiter Band.
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doppelten Verbrechens, eine Diktatur und die September-morde vorgeschlagen zu haben, angeklagt, bestieg er mit un-glaublicher Kaltblütigkeit die Rednerbühne. „Nieder!nieder!" rief man von allen Seiten. Marat ließ sich nichtstören. „Ich habe, sagte er, nach augenblicklicher Stille, indieser Versammlung eine große Anzahl persönlicher Feinde."„Alle! Alle!" erscholl es. „Ich ermähne sie zur Schaam^ich fordere sie auf, dieses wilde Schreien und die unanstän-digen Drohungen gegen einen Mann zu unterlassen, der derFreiheit und ihnen selbst mehr gedient hat, als sie glauben."Nachdem er seine politischen Ansichten rückhaltlos entwickelt undvertheidigt hatte, fuhr er fort: „Man wagt es, mir ehrgeizigePlane aufzubürden, allein seht und richtet! Hätte ich nur aufmein Stillschweigen einen Preis setzen wollen, man hätte mich mitGold erstickt, und — ich bin arm. Meinem Vaterlande zu die-nen habe ich Elend, Gefahren, Leiden verachtet; ohne Unter-laß von einer Legion Banditen verfolgt, bin ich drei Jahrevon Höhle zu Höhle geirrt, ich habe die Wahrheit gepredigtmit dem Kopf auf dem Blocke." — Vergniaud nannte ihnein Wesen, das von Galle, Verläumdung und Blut ganzüberfließe; Danron: einen vulkanischen, starrköpfigen, unwir-schen Menschen; Robespierre, dem Marat selbst die Einsichtund Kühnheit eines Staatsmannes absprach, wollte ihnnicht als seinen Freund anerkennen. Die Versammlung gabauch die Verfolgung gegen Marat auf, da die Mehrzahl indiesen Anklagen nur Persönlichkeiten sah, die für den Staatvon keinem wahren Interesse seyen.

Was die Septembermvrde betrifft, so warf sie eine Parteider andern zu. Die Girondisten klagten die Bergmännerder Anstiftung dieser blutigen Scenen an, die letzteren wälz-ten nicht ohne Grund die Schuld auf ihre Gegner zurück;ein Girondist (Petion) sey Maire von Paris, Girondistenhaben die erekutive Gewalt in Händen: warum sie, denenes zukam, zu steuern, ruhig zugesehen haben? Diese Debat-te», zu welchen ein Bericht des Ministers Roland über