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Zweiter Band.
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gespannt war. In seinem Namen bekriegten fremde Herr-scher und Emigranten die Republik, in seinem Namen pre-digten Priester den Aufstand gegen die neue Ordnung derDinge, in seinem Namen ergriffen Adelige mit ihren Bauernin der Vendüe die Waffen, in seinem Namen sollten diefranzösischen Heere zum Ungehorsam verleitet werden; allerVerschwörungen Verwand, aller Gegenrevolutionäre Hoffnungwar seine Befreiung. Dagegen fiel auch der grimmigste Haßder Bergmänner und der eraltirten Menge auf ihn. Schonvon der gesetzgebenden Versammlung hatten die Pariser Ge-meinde und die Stifter des 10. Augusts gefordert, daß ergerichtet werde, als im Bunde mit den öffentlichen Feinden,und ein Gegenstand gerechter Furcht für Frankreich. DieEntscheidung seines Schicksals war aber, wie wir wissen, demNativnalkonvent vorbehalten worden. Ludwig XVI. wurdein seinem Gefängniß, bis zur Zeit des Processes, zwar strengbewacht, aber von seiner Familie nicht getrennt, und mitden gewöhnlichen Lebensbedürfnissen reichlich versehen. Inden drei letzten Monaten seines Lebens las er viel, undbeschäftigte sich häufig mit dem Unterricht des unglücklichenKronprinzen.

Vom Anfang seines Zusammentritts fehlte es dem Na-tionakonvent nicht an Aufforderungen, baldigst über dasSchicksal des gefangenen Königs einen Beschluß zu fassen.Nicht nur wurde dieser Gegenstand unablässig in den Klubbsund Journalen verhandelt, auch Deputationen des Gemeinde-raths erschienen, don den Bergmünnern im Konvent unter-stützt, zu demselben Zweck. Aber die Girondisten, so langesie etwas über den Konvent vermochten, verschoben vonTag zu Tag diese Entscheidung, erschrocken über die Heftig-keit der öffentlichen Meinung und ihrer Kollegen. Sie hat-ten genug gethan, den König zu stürzen, ihn zu den Füßendes Konvents zu legen, aber sie scheuten sich, ihn zu rich-ter, weil sie ein: Blutsentenz befürchteten. Das jedochwar's, was die luftigsten Demokraten wollten; sie beabsich-