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Zweiter Band.
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bei der obschwebenden Lage der Dinge und Stimmung derGemüther, mehr als unwahrscheinlich. Der Anker, an wel-chem der König allein gehalten werden konnte- war dieKonstitution von i7gi. Hatte dagegen der Konvent einmalsein „Schuldig" ausgesprochen: so war der Energie des Ber-ges, welcher von Anfang an die Hinrichtung ohne Proceßverlangte, kein Damm mehr entgegenzusetzen; dann mußteden Jakobinern auch die Genugthuung der Erecution desSpruches gegeben werden. Mit unerbittlicher Consequenzverfolgten sie im Konvent und bei der Menge dieses Ziel :sie sahen in dessen Erreichung ihren Triumph. Die bedeu-tendsten Anstrengungen machte Robespierre; zweimalsprach er über diesen Gegenstand auf der Tribüne mitgroßer Beredtsamkeit.

Seine erste Rede behandelte die beiden Fragen:

1) Was erlaubt oder verlangt die Gerechtig-keit?

2 ) Was fordert das Interesse des Staats?

Den ersten Punkt füvrte er ungefähr so aus: „Ludwig

ist ein Mensch, wie ein anderer. Wenn das Verbreclien,dessen et angeklagt wird, größer ist, als das gewöhnlicherMissethäter; wenn seine Freisprechung oder Verurtheilungin ausgedehnterem Sinne mit den großen Interessen derNation zusammenhängt, so nimmt deßwegen die Vernunftkeinen Unterschied zwischen seiner Person und sonstigen An-geklagten wahr; und die Weisheit unserer Enkel wird viel-leicht eines Tages mitleidig darüber lächeln, daß wir nochein außerordentliches Gewicht darauf legen, was er gewesenist; daß dieser Titel selbst, den wir proscribirt haben, ihnnoch mit so großer Illusion umgab, daß wir die ihn betref-fende Sache unter die bedeutendsten Gegenstände zählten,welche die Schiedsrichter der allgemeinen Freiheit beschäfti-gen konnten.... Aber andere moralische und politische Be-ziehungen verleihen der Frage allerdings eine höbe Wichtigkeit-

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