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Zweiter Band.
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tutionelle Unverantwortlichkeit. Allerdings würde der Con-vent seine Weigerung eben so wenig berücksichtigt haben, alsdie Richter Carls I-, aber dennoch bleibt es zweifelhaft, wasgeschehen wäre, wenn Ludwig auch nur in seinen letztenSchicksalen Manneskraft gezeigt hätte. Erschien er nichtvor den; Cvnvent, lies; er sich nicht vertheidigen, dannentging er vorerst dem verächtlichen Schimpf, seine eigenekönigliche Unterschrift auf den allerdings ächten Dokumentengegen ihn abläugnen zu müssen: er versetzte den Cvnventin die Nothwendigkeit, entweder seinen Proceß fallen zu las-sen, oder die blutige Meinung der Bergmänner zu adoptiren.Leicht hätte dann durch den zwischen Jakobinern und Giron-disten entstandenen Streit wenigstens das Leben für Ludwiggerettet werden können. Aber Ludwig erschien vpr denSchranken. Um 2 Uhr wurde er angesagt. „Ich verlange,rief Legrndre, daß die Befragung durch kein Gemurmel,kein Geschrei unterbrochen werde; ein Grabesschweigen mußden Schuldigen entsetzen." — „Die Bürger von Paris, fügteder Präsident Varrüre bei, werden diese neue Gelegenheit,den Patriotismus und richtigen Sinn, der sie belebt, zuzeigen, nicht vorübergehen lassen; sie dürfen sich nur desfurchtbaren Stillschweigens erinnern, das Ludwig, als ervon Barennes zurückgebracht ward, begleitete, — des Schwei-gens, das der Vorläufer des Gerichts der Nationen über dieKönige ist," Ludwig trat mit ruhiger Haltung ein (sie warbei ihm nicht das Resultat entschlossenen Muthes, sonderneiner apathischen Resignation), und stellte sich vor die Schran-ken. „Ludwig, — redete ihn der Präsident an — die fran-zösische Nation klagt Euch an. Ihr seyd im Begriff, dieVorlesung der beweisenden Aktenstücke zu hören. Ludwig,setzet Euch!" Das Verhör dauerte fünf Stunden. DerKönig antwortete mit viel Mäßigung und Kaltblütigkeit;aber da er von der Entdeckung des eisernen Schranks nichtswußte, läugnete er Thatsachen, wovon die Versammlungvollwichtige Beweise in Händen hatte, und gestand seine