Letzteres verlangten die Bergmänner, Duhem und St. Justan ihrer Spitze. Lanjuinais und andere, mehr konstitutionellals republikanisch gesinnte Abgeordnete widersetzten sich. Dieeigentlichen Girondisten befanden sich in einer mißlichen Stel-lung. Den Thron des Königs hatten sie stürzen wollen;Ludwigs Blut verlangten sie nicht. Auf einmal bestürztesie ihr Richteramt; denn ihre politische Ueberzeugung zwangihnen bei jeder gestellten Frage eine für Ludwig ungünstigeAntwort ab. Dadurch wird ihr gänzliches Verstummen er-klärlich; nur Jakobiner und Royalisten bekämpften sich. WieGordon an jenem verhängnißvollen Abend zwischen Wallen-stein und Buttler: so standen sie zwischen dem Berg unddem Thron mitten inne. Sie wagten nicht, selbstthätig zuretten, und doch verweigerten sie ihre Hand zum letztenSchlage. Darum muß man beim Anfang einer Sache dasEnde bedenken, um von den Erfolgen nicht überrascht underschreckt zu werden. Die Girondisten aber, überrascht underschreckt, griffen riach dem ersten besten Ausweg, um sichvon dem Proceß zurückzuziehen, und stimmten großentheilsdem Vorschlag von Ro uzet bei, daß man an das Volkappelliren müsse. Die Bergmünner bekämpften (wie wir amSchluß der Rede Robespierre's sahen) siegreich diesen hinter-listigen und abgeschmackten Plan, der nur ersonnen schien,um Zeit zu gewinnen und die Conventsmitglieder einerVerantwortlichkeit zu überheben, der dagegen Frankreich derWuth eines Bürgerkriegs beinahe nothwendig aussetzen undden Freunden des Königthums dienen mußte. Daher gelanges den Anstrengungen der Bergpartei, gegen alle von Sat-tes, Buzot u. A. angewandte Kunst, daß am 7 . Januar1795 der Schluß der Untersuchung decretirt, und dieBerath-schlagung über das Urtheil gegen «Ludwig Capet" auf den14. vertagt wurde. Mehrere Bolksdeputationen hatten dieVerurtheilung von dem Convent gefordert, und in den Klubbswar man von der Nothwendigkeit der Vollstreckung vollkom-men überzeugt. Gewitterschwüle mitten im Winter lag über
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