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Hof des Gefängnisses. Betroffen rief er: „Das ist keinRichtkarren!" Er stieg mit seinem Beichtvater ein. DerWagen brauchte über eine Stunde, bis er an Ort undStelle ankam) derselbe war von einer Doppelreihe National-garden und einer unermeßlichen Menge Volks umgeben,welche ein dem Sterbenden schuldiges Stillschweigen beob-achtete. Der König sagte während dieser Stunde Gebete her.
Auf dem Platze Ludwigs XV., welcher rings von Kanonenumstellt war, angekommen, sprach er mit vieles Nachdruckzu denen, die um ihn waren: „Meine Herren, ich empfehleEuch den Prinzen; traget Sorge, daß ihm nach meinemTod keine Mißhandlung widerfakre!" Er entledigte sichselbst seines Oberkleids und entblößte den Hals. Auf demSchaffst angelangt, rief er mit starker Stimme: „Franzo-sen, ich sterbe unschuldig; ich verzeih« meinenFeinden, ich wünsche, daß mein Tod"....") Trom-melschlag, von Sankerre angeordnet, verschlang seine Stimme.Den 21. Januar 1795, 15 Minuten nach 10 Uhr, hatte Lud-wig zu leben aufgehört. In diesem Augenblick erscholl allent-halben der Ruf: „Hoch lebe die Republik!" Einige rissenStücke von seinem Gewand, Andere tauchten Tücher in seinBlut. Aber die Zuschauer zeigten über seinen Tod wederFreude noch Betrübniß. Ludwig, als Person, war demVolke Nichts gewesen; regiert hatte sein Hof.
So starb Ludwig XVl., im 59. Jahre seines Lebens, fürdie Sünden seiner Väter, seiner Aristokratie und seiner Um-gebungen. Möge sein Schicksal eine Lehre für die Regierungenseyn, daß sie die Zeit unumschränkter Gewalt nicht zu einerTyrannei mißbrauchen, die das Volk an weniger schuldigenEnkeln eines Tags rächen könnte!
Statt: „Ich wünsche, daß mein Tod".... heißt eS bei Mig.net: „unddu unglückseliges Volk".... Unsere Lesart ist dem CharakterLudwigs angemessener; eine Polemik gegen den Zustand des Bolktgleicht ihm nicht.
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