Band 
Zweiter Band.
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Fortsetzung der Geschichte des National-Convents und des äußeren Kriegs.

2« jenen Tagen zeigte der Convent die furchtbar-großeHaltung von Republikanern. Als nach vollzogener Hinrich-tung der Amtsbote des Stadtmagistrats hastig in die Sitzungtrat, um den Hergang zu erzählen, befahl man ihm unmu-thig, zu schweigen und die parlamentarische Ordnung nichtzu stören; kein Echo von Freude oder Trauer war in demSaale. TWegen hatten am 22. Jan. die feierlichen Erse-quien des ermordeten Lepelletier Statt. Man stellte seinenLeichnam auf das Fußgestell Ludwigs XIV., auf dem Ven-dssmeplatze; der ganze Convent, die Minister, die Klubbsbegleiteten den Zug; der Präsident des Cvnvents setzte demTodten einen Eichenkranz mit Blumen durchflochten auf dasHaupt. Er wurde — die größte Ehre für einen Gestor-benen — im Pantheon beigesetzt. Sein Bruder Felirhielt die Leichenrede. Die kleineren Bruder und die un-mündige Tochter des Ermordeten wurden vor die Schrankendes Convents gebracht. Felir hielt das Kind auf seinenArmen; alsbald beschloß die Versammlung dessen Annahmean Kindesstatt durch das französische Volk. So schöne ZügeMischen sich in die blutige Geschichte jener Epoche!

Immer gewaltiger braust von nun an der Sturm derRevolution daher: er beginnt ganz Europa zu erschüttern,und reißt selbst die Freunde der Freiheit, welche sich seinererschreckenden Heftigkeit entgegenstellen wollen, mit sich da-hin. Wir entrollen die Geschichtsblätter der nächsten 13Monate, immer das folgende blutiger, als das vorhergehende.Was sollen wir sagen? Der Beurtheilen hat eine großeVerantwortung, nicht vor der heutigen Tagscensur, sondernvor der Weltgeschichte. Wer will in dieses Chaos gegensei-tiger Beschuldigungen mit Klarheit hineinsehen? Gar ein-fach ist die Methode, jedesmal die Opfer zu bedauern unddie Opferer zu verfluchen. Aber wo liegt die Schuld? wie