entging er ohne Verlust seiner Würde den ihm drohendenGefahren, weil die französischen Waffen unter seiner Führungin Deutschland Ruhm geerndtet hatten.
Sogleich nach dem Rückzug der Preußen aus Frankreichnahm Dumouriez seinen Lieblingsgedanken wieder auf,Belgien zu erobern. Er begab sich deßhalb nach Paris,und bearbeitete mit dem Vollziehungsrath seinen Plan zudem Winterseldzug im Oktober. Damals knüpfte er Ver-hältnisse mit allen Parteien an. Außer den Girondistenbefreundete er sich auch mit Danton, und ließ sogar Rodes-pierre erforschen. Allein so große Ekre ihm auch von demEonvent, den Klubbs und allen Parteien öffentlich gesolltward: so vermochte er doch keine ganz für sich zu gewinnen.Die Girondisten hatten ihm den schlimmen Dienst, den erihnen bei dem Könige geleistet (ß 7tes Heft p. t',l), nichtvergessen. Die Jakobiner ärgerte er durch seine Versuche,Ludwig zu retten, seine Strenge bei der Armee, seine Scho-nung gegen Freunde und Ausgewanderte, endlich durch seineVornehmheit. Ein Auftritt, den er mit Marat hatte, machteihm diesen schwarzgalligen Journalisten zum unermüdlichstenFeinde. Es ist sonderbar, daß er in jenen Tagen den Plan,ein französischer Monk zu werden, nicht faßte, sondern mehrpersönlichen Ehrgeiz zeigte: während er später, als das Kö-nigthum unrettbar verloren war, dieser aufgegebenen Sacheunnütz sich opferte.
Im Oktober ging er als Oberbefehlshaber zu dem Nord-heer, welches 9n,non Streiter zählte; er theilte dasselbe invier Corps, deren Befehl er den Generalen Labvurdon-naye, Valence und d'Harville übergab, sich selbst dasCentrum mit 4»,nno Mann vorbehaltend. Damit wollte erauf Brüssel marschiren, zuvor aber den vor Mons verschanz-ten Feind angreifen. In einem vorausgeschicktenManifest kündigte er sich den Belgiern als Be-freier an. Den 6. Nov. wurde die berühmte Schlachtbei Jemappes geschlagen, in welcher die französische Armee